Aachen - Friedenslicht aus Betlehem im ganzen Bistum

WirHier Freisteller

Friedenslicht aus Betlehem im ganzen Bistum

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
6740481.jpg
Für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit: (v.l.) Für Sabine Kock, Elisabeth Schmücking und Daniel Wenzel vom PSG in Aachen ist die Aussendung des Friedenslichts immer etwas ganz Besonderes. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Wenn ich es schaffe, ein Licht von Bethlehem nach Kleinkleckersheim zu bringen, dann muss das mit dem Frieden doch auch funktionieren“, meint Daniel Wenzel, Diözesankurat des Diözesanverbandes Aachen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). Tatsächlich steht die Aussendeaktion des Friedenslichtes in diesem Jahr unter dem Motto „Recht auf Frieden“.

Am Sonntag, 15. Dezember, verteilen Pfadfinder aus dem ganzen Bistum Aachen das Friedenslicht aus Bethlehem in ihren Heimatpfarreien und Gemeinden und wollen dabei zeigen, dass Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit Grundrechte für alle Menschen sind. Gegen 14 Uhr werden sie das Licht am Aachener Bahnhof in Empfang nehmen, danach führt der Friedensmarsch sie zur Kirche St. Michael/St. Dimitrios in Aachen. Dort beginnt gegen 14.30 Uhr der bistumsweite Aussendegottesdienst.

„Unser Ziel ist es, dass das Licht in jedem Haushalt brennt“, meint Elisabeth Schmücking, Mitglied der Friedenslicht-AG auf Bundesebene für den DPSG-Diözesanverband Aachen. Seit 16 Jahren schon gehört sie zu dem Komitee, dass das Friedenslicht in Österreich entgegen nimmt. Und noch nie sei es unterwegs ausgegangen, sagt sie. Selbst die Bahn habe inzwischen auf die bundesweite Friedenlicht-Aktion reagiert. Wer am Sonntag mit der Kluft der Pfadfinder und einem Friedenslicht unterwegs sei, dürfe kostenlos in der Regionalbahn fahren.

Das wird die Pfadfinder freuen. Rund 600 werden am Sonntag am Aachener Hauptbahnhof erwartet. Und für den Transport des Friedenslichtes in der Bahn gibt es inzwischen ein Merkblatt. Elisabeth Schmücking und ihre sechs Begleiter sind jedenfalls gut vorbereitet. Am Donnerstag fahren sie mit dem Nachtzug nach Wien, um das Friedenslicht aus Bethlehem in Empfang zu nehmen. Pfadfinderdelegationen aus 30 Ländern kommen dort zusammen. Das Friedenslicht wurde bereits Ende November in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und nimmt danach den tausende Kilometer langen Weg nach Wien.

Ersatz für alle Fälle

Von dort aus gelangt es in die einzelnen Länder. Elisabeth Schmücking und ihre Begleiter haben Ersatz dabei für den Fall der Fälle, dass das Licht doch einmal ausgehen sollte. Ihr Licht brennt in einem verschließbaren Eimer mit Luftschlitzen und Sand auf dem Boden. Daneben haben sie aber auch Grubenlampen dabei. Am Aachener Hauptbahnhof werden sie dann am Sonntag von Pfadfindern aus dem ganzen Bistum Aachen erwartet.

Laut Sabine Kock, Diözesankuratin des DPSG-Diözesanverbandes Aachen, zieht der Brauch des Friedenslichtes immer weitere Kreise. Und jeder habe da inzwischen so sein eigenes System. Während die einen auf Kerzen schwören, die sieben Tage oder länger brennen, zünden andere immer wieder neue an. Denn eine Weile sollte das Friedenslicht schon brennen, mindestes bis ins neue Jahr oder auch bis zur Lichtmess im Februar, meinen die Experten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert