Freundschaft geht über Hilfe in der Not hinaus

Von: Nina Krüsmann
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Aachen. Vor zehn Jahren sorgte der verheerende Tsunami für schreckliche Zerstörungen. Auch in Indonesien hinterließ die Naturkatastrophe große Schäden und viele Opfer. Um an das Seebeben im Indischen Ozean zu erinnern und gleichzeitig die Partnerschaft zwischen Aachen und dem indonesischen Fischerdorf Lampaseh zu feiern, gibt es am Samstag, 22. November, eine Kultur- und Informationsveranstaltung.

Unter dem Titel „Indonesien – zehn Jahre nach dem Tsunami“ gibt es indonesische Folkloretänze, unter anderem von einer Gruppe aus dem Ruhrgebiet, die bereits beim Tag der Integration im Eurogress begeisterte Blicke auf sich zog.

Ein Vortrag vom pensionierten Pfarrer Michael Parpart aus dem Evangelischen Kirchenkreis Gladbach-Neuss beleuchtet um 15.15 Uhr „Auswirkungen des Tsunami und des Erdbebens auf der Insel Nias“.

Der zweite Vortrag ab 17 Uhr dreht sich um politische Aspekte: Dr. Patrick Ziegenhain von der Universität Trier referiert über „Aufbau und Friedensprozess in Aceh – politische Entwicklungen und Konflikte“. „Auch eine Modenschau mit indonesischen Studierenden ist für 16.30 Uhr geplant“, sagt Dr. Mona Pursey, zuständig für entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Eine-Welt- Forum Aachen. Bereits am Vormittag findet in der Evangelischen Studierenden Gemeinde (ESG) ein Seminar zum Thema für Studierende unter Leitung von Referentin Kornelia von Kaisenberg statt. „Außerdem werden wir über unsere auf Tansania ausgeweitete Dreiecks-Freundschaft berichten“, kündigt Inge Grieshammer, Mitglied im Partnerschaftsausschuss des Evangelischen Kirchenkreises mit dem Kirchenkreis Humbang/Provinz Nordsumatra, an.

„Es geht uns vor allem auch um die persönliche Beziehung, die von Nachhaltigkeit lebt. Von Anfang an war uns klar, dass der Kontakt und der regelmäßige Austausch über die Hilfe in der Not hinaus gehen soll“, betont Dr. Jürgen Jansen, Vorstandsmitglied im Eine-Welt-Forum Aachen.

Zum zehnjährigen Gedenken wird derzeit in Lampaseh ein Denkmal errichtet, das zu zwei Dritteln von den Freunden aus Aachen finanziert wird. „Acht Marmorplatten bieten Platz für die Namen der 1935 Opfer. Aber auch für die Namen der Vereinsmitglieder in Aachen ist noch ein Platz frei“, erklärt Sri Tunruang von der Eine-Welt-Partnerschaft Aachen-Lampaseh. Noch vor Kurzem besuchte sie den indonesischen Ort und machte sich persönlich ein Bild von der aktuellen Lage.

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