Aachen - Freizeittreff der Caritas findet großen Anklang

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Freizeittreff der Caritas findet großen Anklang

Von: Vanessa Rojek
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Aachen. „Das Kreuz symbolisiert unsere Arbeit ganz gut”, sagt Eva Pfab, Leiterin des Fachbereiches „Ambulant Betreutes Wohnen” (BeWo), und betrachtet es lächelnd.

„Die bunten Farben strahlen die Energie aus, die wir nach draußen weitergeben. Es macht den konfessionellen Hintergrund der Caritas komplett. Deswegen bekommt es in unserem Freizeittreff diesen prominenten Platz direkt über der Tür” sagt sie und zeigt auf die Wand, vor der sie steht.

Das Glaskreuz ist Anlass für einen „ganz besonderen Tag” im Freizeittreff in der Eifelstraße 1. Der „jüngste Spross im Referat Eingliederung der Caritas”, wie Eva Pfab ihn liebevoll nennt, wird nach der Anschaffung des Kreuzes nämlich in gewohnter Manier von Bruder Lucas Jünemann eingesegnet.

Der Franziskaner Jünemann bezeichnet die Einrichtung als „anpackbares und erlebtes Christentum”. „Die Segnung des Freizeittreffs bedeutet nicht, dass ich die Steine und Mauern hier segne. Diese Freizeitstätte ist ein Ort der Gemeinschaft. Der Segen gilt den Menschen, die sich hier aufhalten und bedeutet Wohlgesinntheit und die Sorge, die den Klienten entgegengebracht wird”, erklärt Pfarrer Jünemann, Vorstandsmitglied des Regionalen Caritasverbandes Aachen, nachdem er die Räumlichkeiten mit Weihwasser und einem Lorbeerzweig eingesegnet hat.

„Hier im Freizeittreff wird Barmherzigkeit; also das Zusammenspiel von Mitgefühl und Verstand gelebt”, fügt er abschließend hinzu.

Seit 2005 werden von Sozialarbeitern des Regionalen Caritasverbandes psychisch Behinderte und suchtkranke Menschen ambulant in ihren Wohnungen betreut. Pro Woche liegt die Betreuungszeit pro Klient zwischen einer und sechs Stunden. Die Hilfen werden in den Lebensbereichen Wohnen, Arbeit, Freizeit, soziale Kontakte sowie dem Umgang mit psychischen Behinderungen und Suchterkrankungen geleistet.

Banale Dinge

„Es sind scheinbar banale Dinge wie Hauhaltsführung, Umgang mit Geld und die Gestaltung der Freizeit, bei denen wir die Betroffenen unterstützen”, erklärt Referatsleiterin Eva Pfab. Aufgrund der Reduzierung der Betreuungsstunden durch den Kostenträger seien die Möglichkeiten begrenzt, den Vereinsamungstendenzen der betreuten Menschen entgegenzuwirken.

Im Juli des vergangenen Jahres wurde deshalb der offene Freizeittreff in der Eifelstraße eröffnet. Im Freizeittreff werden auf „starke Nachfrage” täglich bis zu 20 Menschen ambulant betreut. Hier finden mit potentiellen und bereits betreuten Klienten Gespräche statt, es werden Kuchen und Getränke angeboten, es besteht die Möglichkeit, an Koch-, Skat-, Spiele-, Sport- und Kunstgruppen teilzunehmen und sich zwanglos zur Unterhaltung oder zu Gesellschaftsspielen zu treffen. Darüber hinaus werden Ausflüge oder Besuche von Veranstaltungen organisiert.

„Wir führen unsere Klienten nicht in die weite Welt hinaus. Im Endeffekt geht es bei BeWo darum, sie in ein normales Leben einzugliedern und in ihr Lebensumfeld zu integrieren”, sagt die studierte Germanistin Eva Pfab.

Dieses Angebot wird von den Betroffenen intensiv genutzt und innerhalb kurzer Zeit aufgenommen. Bereits jetzt zeigt sich, dass so der sozialen Isolation der behinderten Menschen erfolgreich entgegengewirkt werden kann. „Dafür spricht, dass die Klienten häufig bereits eine Stunde vor Beginn der eigentlichen Aktivitäten kommen”, freut sich Eva Pfab.
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