Aachen - Freier Parkplatz? „SoNah“ soll bei der Suche helfen

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Freier Parkplatz? „SoNah“ soll bei der Suche helfen

Von: Rolf Hohl
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Christian Bartsch, Victor ter Smitten und Thomas Grimm (v.l.) haben die App entwickelt. Es fehlt Alexander Jendrosch. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Wer in der Aachener Innenstadt wohnt und mit dem Auto unterwegs ist, muss einen nicht unerheblichen Zeitaufwand für die tägliche Parkplatzsuche einplanen. Im Durchschnitt dauert die Suche nach einer freien Lücke bereits über zehn Minuten. Vier Studenten haben sich jetzt daran gemacht, Abhilfe zu schaffen.

Mit ihrer neuen App „SoNah“ für Smartphones soll sich die Parkplatzsuche in Zukunft erheblich beschleunigen. Vorausgesetzt, es machen genügend Leute mit.

„Bis jetzt sind die Reaktionen bei den Anwohnern durchwegs positiv“, sagt Thomas Grimm, einer der vier Entwickler von „SoNah“. Er und seine drei Kommilitonen haben sich das Frankenberger Viertel in Aachen als Versuchslabor ausgesucht, um die App in der Praxis zu testen. Jedes Mal, wenn also ein Autofahrer eine Parklücke freigibt, wird das durch einen Knopfdruck auf seinem Smartphone allen anderen Nutzern angezeigt, die sich gerade auf Parkplatzsuche befinden.

Das funktioniert indes nicht nur im Frankenberger Viertel, sondern in ganz Deutschland. Dort soll sich lediglich erst einmal eine gewisse kritische Masse an Nutzern finden, damit das Konzept auch funktioniert. „Es muss sich jetzt zeigen, ob die Gemeinschaft bereit ist, daran teilzunehmen, um so einen gemeinsamen Nutzen daraus zu ziehen“, sagt Mitentwickler Christian Bartsch. Auch mit Einzelhändlern sei man im Gespräch, die an dem Projekt bereits reges Interesse zeigten.

Die App verweist auch auf Elektro-Ladestationen. „Auch Baustellen und Verkehrsbehinderungen werden angezeigt, und wie lange sie noch andauern“, erklärt Grimm. Möglich wurde dies auch durch die Unterstützung der Stadt Aachen, die „SoNah“ im Rahmen der Verkehrsentwicklungsplanung mit Daten – etwa zu aktuellen Baumaßnahmen – versorgt.

Dazu gibt es eine „Home-Funktion“, mit deren Hilfe man den Standort seines Autos auf der Karte markieren kann, um es in fremden Städten jederzeit schnell wiederzufinden. Schon jetzt sind in der App sämtliche Parkhäuser in Aachen erfasst, und man kann sofort erkennen, wie viele Plätze dort noch frei sind.

Nun gilt es, möglichst vielen Autofahrern die Funktionen der App schmackhaft zu machen, denn erst dann funktioniert auch die schnelle Parkplatzsuche etwa an Feierabend. „Das erste Ziel ist dann ja meistens nicht das Zuhause, sondern zunächst einmal einen Parkplatz zu finden“, wie Victor ter Smitten vom Entwicklerteam sagt. „Dieses Ärgernis wollen wir jetzt vertreiben.“ Das Frankenberger Viertel, in dem jetzt das Anwohnerparken eingeführt wird, dürfte ein dankbarer Ort sein, damit zu beginnen.

Vier Monate haben die zwei Wirtschaftswissenschaftler, ein Physiker und ein Programmierer an der Idee gearbeitet und damit Mitte März den Aachener Entwicklerwettbewerb „Smart@AC Challenge“ gewonnen. Ab sofort ist die App nun für Android-Smartphones zum Download bereit.

Iphone-Nutzer müssen sich noch etwas gedulden, weil das Überprüfungsverfahren bei Apple noch andauert. Doch auch für sie soll „SoNah“ ab spätestens Ende kommender Woche zur Verfügung stehen.

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