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Frauenbildungswoche: Impulse geben und Talente fördern

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Sie sind stolz auf das Programm der Frauenbildungswoche 2017: v.l. Johanna Jantsch, Andrea Hilger, Sibylle Keupen,Gül Coskun-Dreßen und Maja von Westermann. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Fahrrad-Reparatur-Kurs ist von Anfang an besonders beliebt. Auch diesmal sind die drei Termine bestimmt wieder schnell ausgebucht. Aber auch die Angebote im kreativen Bereich und rund um alle Lebensfragen kommen super an bei der Frauenbildungswoche.

„Frauen fördern in allen Lebensbereichen, das ist seit neun Jahren unser Ziel“, betont die Vorsitzende vom Frauennetzwerk Städteregion Aachen, Sibylle Keupen.

Einmal im Jahr bietet der Zusammenschluss verschiedener Institutionen jeweils dreistündige Workshops an, in denen Frauen in vielfältige Themenbereiche hineinschnuppern können. „Das gibt neue Impulse, fördert Talente und hilft dabei, Kontakte zu knüpfen“, weiß Keupen. Die Frauenbildungswoche, die diesmal vom 27. bis 31. März stattfindet, sei ein Erfolgsmodell und mittlerweile ein Selbstläufer. „Viele Frauen machen nicht nur einen Kurs mit, sondern nehmen sich extra frei und machen quasi einen Bildungsurlaub mit mehreren Workshops“, erzählt Keupen.

Im Frauennetzwerk sind seit 2002 über 50 Frauenorganisationen und Vertreterinnen verschiedener Institutionen zusammengeschlossen. „Ihnen allen ist das Ziel der Förderung von Frauen in den Bereichen Bildung, Kultur und beruflicher Weiterbildung gemeinsam. Denn ohne Information und Bildung sind Unabhängigkeit und Gleichberechtigung für Frauen nicht möglich“, betont Keupen.

In 50 Workshops drehe sich alles um die persönliche und berufliche Weiterentwicklung, es gibt Angebote aus den Bereichen Life-Work-Balance, Kreativität, Gesundheit und zum Umgang mit den neuen Medien. In der Bleiberger Fabrik kann man neue künstlerische Wege gehen oder in der Volkshochschule feststellen: „Singen kann jede!“.

Andrea Hilger, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, freut sich über den neuen Handwerkerinnenkurs „Selbst ist die Frau”. Auch die Frage, was man denn heute beim Vorstellungsgespräch trägt, wird in einem Workshop geklärt. „Frauen und Finanzen“ sind ein weiterer wichtiger Aspekt. So können beispielsweise Fragen rund ums Thema Gehalt mit einer Expertin geklärt werden.

„Darüber hinaus werden auch tiefgründige Themen wie Trauerkultur angesprochen. Der Workshop „Wie Abschied gelingen kann“ bietet einen geschützten Raum für Fragen zur Gestaltung von Abschieden. Mit professioneller Unterstützung gelingt es, dem Thema in Ruhe nachzugehen und sich auf diese Situation vorzubereiten“, erklärt Johanna Jantsch von der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen. Ein besonderes Anliegen ist dem Frauennetzwerk die Förderung junger Frauen. Deshalb bietet die Frauenbildungswoche Studentinnen und Auszubildende eine fünfzigprozentige Ermäßigung auf die Kursgebühr.

Wie das Frauennetzwerk Frauen der Städteregion verbindet, so verbindet die Frauenbildungswoche mit Veranstaltungen in Aachen, Würselen, Stolberg und Herzogenrath Orte der Region. Gül Coskun-Dreßen ist Vorsitzende vom „FrauenKomm.Gleis1“ in Herzogenrath. „Ich wünsche mir durch unsere Angebote neue Frauen für unser Netzwerk zu begeistern“, betont sie.

Anmeldung ab Montag

Wohnortnähe sei wichtig, sagt Keupen. Neu im Programm ist deshalb das Helene-Weber-Haus in Stolberg mit Angeboten im Bereich Ernährung. Umweltschutz im Alltag und ein Workshop „Deeskalation und Selbstverteidigung“ ergänzen aktuell das Spektrum. Den kulturellen Abschluss bildet der preisgekrönte Film „Toni Erdmann“, der im Metropolis-Filmtheater in Würselen gezeigt wird.

Anmeldungen sind ab Montag, 16. Januar, im Internet auf www.frauennetzwerk-aachen.de möglich. Dort findet sich auch das komplette Angebot online. Anmeldungen und Informationen sind auch unter fbw@frauennetzwerk-aachen.de möglich.

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