„Frauen helfen Frauen“ zieht in neue Räume

Von: Martina Stöhr
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Das Team der Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen“ freut sich über die neuen Räume in der Theaterstraße 42 (von links): Shahla Zabardjadi, Hevin Shamsaldin, Natalie Djurkovic, Annette Pütz, Elke Feuerriegel, Houda Yamine und Rukiye Bogan. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Über helle, neue Räume mit einem offenen Wartebereich für die Klientinnen verfügt jetzt der Verein „Frauen helfen Frauen“. In der Theaterstraße 42, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den ehemaligen Räumen, hat die Beratungsstelle ihr neues Domizil gefunden. Bei einem Tag der Offenen Tür stellte der Verein es nun der Öffentlichkeit vor.

Drei Beratungszimmer, ein Gruppenraum, ein Büro, eine Teeküche und der Wartebereich bieten jetzt mehr Platz als früher. „Damals mussten die Klientinnen zum Teil im Gruppenraum warten, weil sonst kein Platz war“, erzählt Annette Pütz, Mitarbeiterin der Beratungsstelle.

Der Verein „Frauen helfen Frauen“ wurde 1977 gegründet. Zwei Jahre später eröffnete er die Beratungsstelle am Boxgraben und siedelte später an die Theaterstraße um. Die Lage hat den Mitarbeiterinnen so gut gefallen, dass sie auch nach einem erneuten Umzug in der Nähe bleiben wollten. Zwischen Bushof und Bahnhof sollte die Beratungsstelle gelegen sein, damit sie auch für die Frauen aus der Städteregion gut erreichbar ist.

Seit dem Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes haben die Beratungsgespräche laut Pütz kontinuierlich zugenommen. Die Schwerpunkte liegen bei Trennung und Scheidung, bei häuslicher Gewalt und bei sozialen Beratungen. Zunehmend gehe es um Themen wie Armut und Existenzsicherung, meint Annette Pütz. Und der Anteil der Frauen mit Migrationshintergrund steigt. Das liege wohl vor allem daran, dass die Beratungsstelle Gespräche in vielen Sprachen wie beispielsweise Türkisch, Kroatisch, Kurdisch, Persisch, Englisch und Französisch anbiete. Sind andere Sprachen gefragt, bemühen sich die Beraterinnen um eine Lösung.

Insgesamt drei hauptamtliche Mitarbeiter und drei Honorarkräfte sind für die Beratungsstelle im Einsatz. Neben der Arbeit mit hilfesuchenden Frauen ist dem Verein laut Pütz aber auch die politische Arbeit wichtig. Gesetze wie das Gewaltschutzgesetz lägen ihm ganz besonders am Herzen. In der Arbeit mit den Tätern dagegen werde noch zu wenig getan, meint Pütz. Auch hier bleibt der Verein am Ball.

Erfolgreiches Gewaltkonzept

Und im Januar beginnt die Beratungsstelle ein gemeinsames Projekt mit dem Uniklinikum. Beide wurden 2011 bei einem Wettbewerb für ihr Gender-Gewaltkonzept als Sieger ausgezeichnet. Im Januar soll eine großangelegte Untersuchung zum Thema Gewalt starten. Und eine Mitarbeiterin der Beratungsstelle wird im Uniklinikum vor Ort sein, um Opfern von Gewalt unmittelbar zur Seite stehen zu können.

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