Franziskus-Blondel-Medaille: Waschechter Rheinländer geehrt

Von: Nina Krüsmann
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Glückwunsch: Bürgermeister Björn Jansen gratuliert Prof. Holger Braun, den er für seine Verdienste auf dem Gebiet der Rheumatologie mit der Franziskus-Blondel-Medaille ausgezeichnet hat. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Im Rahmen des 41. Aachener Rheumaseminars der Rheumaklinik Aachen wurde jetzt Prof. Dr. Jürgen Braun mit der Franzikus-Blondel-Medaille der Stadt Aachen ausgezeichnet.

Anlass für diese Ehrung sind seine herausragenden Aktivitäten auf dem Gebiet der Epidemiologie und Therapie der Spondyloarthritiden sowie in der Wissenschaft und Weiterentwicklung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und der Rheumaakademie, deren Vorsitzender er derzeit ist.

Bürgermeister Björn Jansen würdigte Brauns Verdienste in seiner Laudatio im Weißen Saal des Rathauses. Die Franziskus Blondel Medaille wird seit 1977 von der Stadt Aachen für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Rheumatologie im Rahmen des Aachener Rheumaseminars verliehen. Die Auszeichnung geht zurück auf Dr. Franziskus Blondel, den im Jahre 1686 ernannten ersten Stadtarzt, Brunnen- und Badeinspektor von Aachen.

Verdienter Wissenschaftler

Für die Bäderstadt Aachen sei es gerade angesichts aktueller Diskussionen um die Zukunft der Kliniken in Burtscheid wichtig, solche Zeichen zu setzen, wie Jansen betonte. Dabei gehe es um die historische, medizinische und touristische Bedeutung. Heute seien die etwa 10.000 Kurgäste und Patienten jährlich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Der Preisträger Jürgen Braun, geboren 1953 in Düsseldorf, ist ein waschechter Rheinländer, ein anerkannter Arzt und ein sehr verdienter Wissenschaftler. Er studierte zunächst Theaterwissenschaften, Germanistik, Romanistik und Philosophie.

Seine Approbation zum Arzt erfolgte im Mai 1985. Seit 2004 ist er Professor für Rheumatologie an der Ruhruniversität Bochum und weit über Deutschlands Grenzen bekannt und anerkannt. Er arbeitet auf dem Forschungsgebiet der sogenannten seronegativen Spondathropathien zu denen Morbus Bechterew gehört, leistete hier Bahnbrechendes. 1997 erhielt er die Professur am Universitätsklinikum Benjamin Franklin.

2001 übernahm er die ärztliche Leitung des Rheumazentrums in Herne. Seitdem hat er eine Gastprofessur für Rheumatologie an der Freien Universität in Berlin. Es folgte 2002 die C3 Professur für Rheumatologie an der Universität Regensburg, 2004 dann die APL Professur an der Ruhr Universität in Bochum. Aufgrund seiner breit angelegten Kenntnisse konnte er in seinen Forschungsgebieten Immuntherapie und Immunsuppression von rheumatischen Erkrankungen Epidemiologie und Pathogenese von Autoimmunerkrankungen innovative Akzente setzen und zahlreiche Publikationen veröffentlichen. Er erhielt bereits 1996 den Preis der Patientenvereinigung Morbus Bechterew und 1998 den Tosse Preis für Kinderheumatologie.

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