Instawalk im Aachener Dom: Fotografieren ausdrücklich erlaubt

Fotografieren im Dom beim ersten Instawalk ausdrücklich erlaubt

Von: Laura Beemelmanns
Letzte Aktualisierung:
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Am Freitag findet der erste Instawalk im Dom und somit auch im Bistum Aachen statt. Dabei ist das Fotografieren ausdrücklich gestattet. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Das, was sonst bei Führungen im Aachener Dom eher unerwünscht ist, ist morgen ausdrücklich erlaubt: Smartphones aus der Tasche kramen und fotografieren, bis der Speicherplatz ans Limit kommt. Denn zum ersten Mal findet im Bistum Aachen ein sogenannter Instawalk statt.

Dabei werden etwa 30 begeisterte Hobbyfotografen mit ihren Handys durch den Dom laufen und ganz besondere Ecken und Winkel mit der Kamera festhalten, um sie dann später zu veröffentlichen. Eine Win-win-Situation für die Fotografen und das Bistum Aachen sozusagen, denn die einen haben hinterher einzigartige Bilder und die anderen eine prima Werbung.

Herz des ersten Bischofs

Der Instawalk spricht all diejenigen an, die zum einen mit Leidenschaft fotografieren, zum anderen ihre Bilder gerne in der App Instagram veröffentlichen. Das ist ein kostenloser Online-Dienst zum Teilen von Fotos und Videos, der zu Facebook gehört. Initiiert haben den Walk das Bistum Aachen und die Website katholisch.de, um „Kirchen anders erfahrbar zu machen“, wie Stefanie Elsner von der Pressestelle des Bischöflichen Generalvikariats Aachen sagt. Bei der Foto-Tour wird der Koordinator der Dominformation, Jean-Claude Kall, typische und untypische Motive im Dom zeigen und natürlich genügend Zeit einräumen, um davon auch ein entsprechendes Foto zu machen.

Dieses kann in der App Instagram bearbeitet werden – mehr Helligkeit, etwas mehr Schärfe und Kontrast, und zum Abschluss noch ein farbintensiverer Filter – und schon ist das perfekte Foto fertig. Ganz schnell und ganz einfach. Kall wird die Gruppe unter anderem ins Oktogon unter den Barbarossaleuchter führen, so dass man ein schönes Bild von der Kuppel machen kann. Natürlich wird der Dom auch entsprechend ausgeleuchtet, denn Blitzen ist auch beim Instawalk nicht erlaubt. Kall will zudem erklären, was es mit den Motiven auf sich hat und warum sie fotografierenswert sind. „Ich werde auch das Herz des ersten Bischofs aus Aachen zeigen, das hier beigesetzt wurde“, sagt Kall.

„Und wenn man ganz leise ist, kann man es der Legende nach auch noch schlagen hören“, ergänzt Anja Klingbeil von der Pressestelle des Bischöflichen Generalvikariats. Bei der Führung darf natürlich auch ein Blick auf den Karlsthron nicht fehlen, der derzeit sogar ungeschmückt ist, was sehr selten vorkommt. Kall wird dann erklären, warum die Pilger früher unter dem Thron hindurchkrochen, und weshalb der Marmor so dunkel ist. Und zum Abschluss wird er der Gruppe ein kleines Fenster öffnen, damit sie Fotos vom Domhof machen kann. Als weiteres Highlight steht dann ein exklusiver Blick auf den weihnachtlich geschmückten Katschhof an.

Die Führung ist allerdings schon ausgebucht. Aber Klingbeil hofft, „dass noch viele andere Kirchen im Bistum Aachen diesem Beispiel folgen“. Denn der Instawalk ist zwar der erste seiner Art im Bistum Aachen, soll aber definitiv nicht der letzte sein. Er soll für die große Feier „Aachener Dom – 40 Jahre Weltkulturerbe“ im nächsten Jahr werben. Gepostet werden die Bilder dann übrigens mit den Hashtags #instakirche, #lieblingsdom und #instadomaachen, so dass jeder die Bilder einsehen kann.

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