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Forst erobert die Herzen, Hertha den Titel

Von: Benjamin Jansen
Letzte Aktualisierung:
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So strahlt das Siegerteam: Landesligist Hertha Walheim gewinnt im Finale der ersten Aachener Stadtmeisterschaften gegen Kreisligist VfR Forst mit 4:2. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Herzen der Zuschauer hatte der Außenseiter im Sturm erobert. Mit schnellem Kombinationsfußball spielte sich Kreisligist VfR Forst ins Finale der ersten Aachener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball, um sich dort mit dem haushohen Favoriten Hertha Walheim zu messen.

„Die Halle hat ihre eigenen Gesetze”, träumte Leo Pennings, Vorsitzender des VfR und Organisator des Turniers, von der großen Sensation, nachdem sein Team bereits in der Vorrunde für mehrere Paukenschläge gesorgt hatte. Denn in der Gruppenphase hatte Forst den SV Eilendorf, Borussia Brand, FV Haaren und den SC Yurdumspor aus dem Wettbewerb geschossen. Allen voran VfR-Torjäger Adrian Walczak ließ die Träume der ambitionierten Bezirksligisten platzen - am Ende des Abends wurde er für seine sieben Treffer als bester Torschütze ausgezeichnet.

Der zielsichere Angreifer sorgte auch im Finale für das erste Ausrufezeichen, als er nach acht Sekunden den Pfosten traf. Die Walheimer zeigten sich vom Warnschuss und der langen Pause - der Landesligist hatte vier Stunden spielfrei - unbeeindruckt: Heinz Putzier markierte noch in der ersten Minute den Führungstreffer. Marvin Brauweiler erhöhte fünf Minuten später, doch der Außenseiter bewies Moral: Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit erzielte Kai Laschet den Anschluss.

Forst drückte auf den Ausgleich, Walheim konterte brandgefährlich. Nach einem Foul an der Strafraumgrenze bekam die Hertha einen Strafstoß zugesprochen, Michael Pyras erzielte aus neun Metern das 3:1. Mit seinem zweiten Treffer besiegelte Marvin Brauweiler den „historischen Triumph”, der dem neuen Walheimer Trainer Mirko Braun einen perfekten Einstand bescherte. Das Tor zum 2:4 von Stefan Mioska kam zu spät.

„Geschichte geschrieben”

„Wir haben heute Geschichte geschrieben. Von Anfang an haben wir das Turnier ernst genommen und sehr diszipliniert gespielt. Ich bin super happy”, jubelte Braun. Sein Gegenüber Claudio Scintu zeigte sich mit dem Verlauf der Hallenmeisterschaft ebenfalls sehr zufrieden - obwohl er sich am Ende natürlich einen anderen Ausgang gewünscht hätte. „Es war toll, als Außenseiter bis ins Finale gekommen zu sein. Die fußballerischen Mittel von Walheim haben den Ausschlag geben”, zollte der VfR-Coach den Herthanern seinen Respekt.

Respekt verdiente sich auch der Forster Torhüter Markus May, der bei der Siegerehrung als bester Keeper des Turniers ausgezeichnet wurde. „Der VfR hat mich schwer beeindruckt. Das war eine klasse Vorstellung”, lobte auch Mitorganisator Hans Peters, Vorsitzender von Westwacht Aachen, den Auftritt des Außenseiters. Sein Team verabschiedete sich bereits in der Vorrunde. „Hätten wir die ersten beiden Spiele nicht so verpennt, wäre vielleicht noch mehr drin gewesen”, bilanzierte der neue Westwacht-Coach Ronny Krichel.

Das „kleine Finale um den dritten Platz entschied Landesligist Rhenania Richterich in einer spannenden Partie mit 4:3 für sich und Bezirksligist DJK Haaren musste sich mit Platz 4 zufrieden geben.

Die 1000 Euro Siegprämie, die von der Sparkasse Aachen zur Verfügung gestellt wurden (der Zweiplatzierte bekam 900, der Dritte 600 und der Vierte 500 Euro), gingen jedoch an den ersten Aachener Hallen-Stadtmeister Hertha Walheim. „Einen verdienten Sieger, wie ich finde. Wir können trotzdem stolz auf unsere Forster Mannschaft sein”, jubelte Leo Pennings unter dem tosenden Applaus der Zuschauer, die in der gut gefüllten Sporthalle an der Neuköllner Straße nicht nur tolle Kabinettstückchen, packende Zweikämpfe und viele spektakuläre Tore gesehen hatten, sondern auch eine rundum gelungene Premiere der Hallen-Stadtmeisterschaft.
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