bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Flüchtlinge auch in ehemaliger Halle und Altentagesstätte

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:

Aachen. „Zurzeit sieht es so aus, dass die Kapazitäten so gerade ausreichen, um die ankommenden Flüchtlinge unterzubringen“, sagt Heinrich Emonts, der Leiter des Fachbereichs Soziales, auf Anfrage. In dieser Woche seien nur elf Asylbewerber gekommen, vergleichsweise wenig. Sie konnten auf die städtischen Unterkünfte verteilt werden, eine Familie beispielsweise in Süsterfeld.

In der letzten Woche waren es aber 50, dann wird es eng. 620 Plätze hat die Stadt Aachen für diesen Zweck zur Verfügung, momentan sind aber 650 Flüchtlinge da. Im August sind insgesamt 100 gekommen, im September ebenfalls. Sollten die Zahlen weiter steigen, wovon alle Beteiligten ausgehen, müssen weitere Plätze geschaffen werden. Auch da hat die Sozialverwaltung Überlegungen angestellt.

So hat sie eine ehemalige Altentagesstätte im Visier. Die Adresse wolle man erst nennen, wenn die Anwohner informiert worden seien. Ebenfalls in Verhandlungen ist man mit dem Eigentümer einer Halle in der Innenstadt, in der sich derzeit ein Lager und ein Pflegedienst befinden. Der Besitzer will den Gewerberaum in Wohnungen umbauen, die Bauvoranfrage wird momentan geprüft. Dort könnten dann 25 Flüchtlinge menschenwürdig untergebracht werden.

Überhaupt achtet die Fachverwaltung darauf, dass nirgendwo mehr als 50 Asylbewerber in einer Gegend angesiedelt werden. In den letzten Quartalen waren im Schnitt 100 bis 120 Flüchtlinge gekommen und 60 wieder gegangen: „Wir haben eine hohe Fluktuation.“ Das kommt dadurch, dass Neuankömmlinge als Asylbewerber anerkannt werden oder auch in ihr Heimatland abgeschoben werden, aber auch dadurch, dass sie genauso plötzlich verschwinden wie manche auftauchen: „Wir wissen nicht warum und wohin.“

Es gebe genauso immer wieder Flüchtlinge, die – neben den vom Land zugewiesenen – „auf einmal da vor dem Hochhaus in der Lagerhausstraße stehen“ – offenbar wird die Adresse in bestimmten Kreisen verbreitet. Und denen könne man dann nicht sagen, dass sie am nächsten Tag wiederkommen sollten. Emonts: „Sie müssen sofort ausländerrechtlich behandelt, untergebracht und versorgt werden.“

Das führe seine Mitarbeiter oft an Grenzen, doch es handele sich um hoch motivierte und erfahrene Leute, die Empathie für die Neuankömmlinge verspürten. Und trotz klammer Haushaltslage könne er über ausreichendes Personal verfügen, so sind jetzt zusätzlich zwei Hausmeister eingestellt worden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert