Aachen - Flottes Mundartstück: „Hej litt jet ejjen Luuet“

Flottes Mundartstück: „Hej litt jet ejjen Luuet“

Von: krü
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Turbulent und mit einigen Überraschungen präsentiert sich das neue Stück des Aachener Heimattheaters. „Hej litt jet ejjen Luuet“ („Hier liegt was in der Luft“) wird ab dem 22. März gespielt. Foto: Nina Krüsmann

Aachen. Flott und auch ein wenig frech ist das neue Mundartstück des Aachener Heimattheaters: Es fängt ganz harmlos in der Öcher Heiratsagentur „Blume findet Blümchen“ an. Skurrile Typen gehen hier ein und aus, die vier Türen auf der Bühne sind ständig in Bewegung. Und plötzlich tritt auch noch der katholische Pfarrer auf den Plan.

Was der wohl an einem Ort macht, an dem alle auf Frauensuche sind, können die Zuschauer ab 22. März bei fünf Aufführungen erleben. „Dann klärt sich auch, warum am Ende sogar die Kriminalpolizei auftaucht, ob das Heiratsinstitut in Wirklichkeit vielleicht ein sagenhafter Massagesalon allererster Güte ist und warum es am Ende einen großen Puff gibt“, erzählt Spielleiter Bernd Dreyer.

Doch die kleine Explosion am Ende ist nicht der einzige große Knall, mit dem das modern inszenierte Stück aufwarten kann. Viel Action garantiert Dreyer, dessen spielfreudige Schauspieler mit ihrem neuen Mundartstück „Hej litt jet ejjen Luuet“ (auf Hochdeutsch: „Hier liegt was in der Luft“) das Zwerchfell ihrer Zuschauer schonungslos „massieren“ möchten.

Die Proben in der Grundschule am Römerhof laufen auf Hochtouren. Seit Januar trifft sich das Ensemble zweimal pro Woche, eine Ganztagsprobe und die Generalprobe geben den letzten Schliff.

Der Text ist frei nach der Vorlage der englischen Autoren John Chapman und Anthony Marriot entstanden. „Die Handlung spielt bereits im Computerzeitalter. Damit wollen wir auch einmal ein jüngeres Publikum auf den Geschmack bringen“, betont der Vorsitzende Marc Knisch, der zudem unterstreicht, dass wirklich jeder das Öcher Platt im Stück verstehen kann. „Wir möchten der Aachener Mundart eine Zukunft geben“, betont Dreyer.

Im Stück vereinigen sich nicht nur heiratswillige Kandidaten, sondern auch Sprachelemente aus der Region Alsdorf, Brand und Eilendorf. „Bereits bei den Proben haben wir selbst uns das Lachen kaum verkneifen können“, erzählt der Vorsitzende. Ein Großteil der insgesamt elf Schauspieler konnte aus der Jugendgruppe rekrutiert werden, was den Spielleiter besonders freut. Die Nachwuchsarbeit liegt ihm am Herzen und er fördert sie durch das zweite Standbein des Heimattheaters, das Weihnachtsmärchen. Dabei ist vor allem der Nachwuchs aktiv.

Eine weitere Neuerung macht den Besuch bequemer: Die Plätze im Brüssel-Saal sind ab sofort durchnummeriert und automatisch reserviert, was den Zuschauern lange Wartezeiten vor der Saaltüre erspart.

Die Premiere von „Hej litt jet ejjen Luuet“ findet am Samstag, 22. März, statt. Weitere Vorstellungen gibt es am Samstag, 29. März, und am Samstag, 5. April. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr im Brüssel-Saal des Eurogress. Am 9. Und 10. Mai folgen zwei Gastspiele in der Stadthalle in Alsdorf (jeweils um 20 Uhr).

Karten für das Stück sind noch erhältlich, unter anderem gibt es sie im Media Store an der Großkölnstraße 56 und beim Zeitungsverlag Aachen an der Dresdener Straße 3.

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