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FlicFlac-Zelt trotzt dem Tief „Alexandra“

Von: Wolfgang Schumacher und Moritz Löhring
Letzte Aktualisierung:
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Bedrohliche Wolkenberge, von Tief „Alexandra“ angeschoben, konnten dem Zeltaufbau nichts anhaben. Am 19. Dezember heißt es bei FlicFlac: Manege frei zur zweiten Weihnachtspremiere in Aachen. Foto: Harald Krömer

Aachen. FlicFlac-Zeltmeister David Storms ist nach 30 Jahren auf Tour nicht leicht aus der Ruhe zu bringen. Doch Orkantief „Alexandra“ traf ihn Donnerstagnachmittag zu einem Zeitpunkt, da Storms gerade mit dem 1000 Quadratmeter großen Foyerzelt des FlicFlac-Prunkbaus auf dem Bendplatz beschäftigt war.

Hier mussten noch einige „Löcher“ geschlossen werden, wie in einem Rohbau, der zwar ein Dach hat, doch in dem der Wind lustig durch die Türöffnungen pfeift. Storms hatte also alle Hände voll zu tun. Doch Hand aufs Herz: „Alexandra“ konnte am Donnerstag dem jetzt zum zweiten Mal in Aachen gastierenden Weihnachtszirkus der FlicFlac-Artisten rund um Zirkuszampano Benno Kastein nichts anhaben. Auch das 2000 Quadratmeter umfassende Hauptzelt für die 1750 gespannten Zuschauer in den FlicFlac-Vorstellungen steht wie eine Eins.

In ihrem neuesten und speziell für Aachen zugeschnittenen Programm „Schöne Firetage“ lassen es die extravaganten Zirkusmacher aus dem Münsterland etwas schriller und skurriler – und gleichzeitig spektakulärer – angehen als Weihnachten 2013. Um die 80 Aktive, darunter 60 Artistinnen und Artisten, reisen am kommenden Sonntag an und beginnen unter den gestrengen Anweisungen von Regisseur Thomas Bruchhäuser die Proben zur FlicFlac-Produktion 2014.

„Wir haben dem Thema Feuer viel Raum in der Show gegeben“, kündigt Pressesprecher Sascha Freudrich eine „brennend heiße Show“ an, die aufregender sein werde als im Vorjahr, die aber „immer absolut familientauglich bleibt“, versicherte er. Der Zirkus ohne Tiere, mit reiner Akrobatik, einer Musikshow und auch poetischen Einlagen wäre kein echter FlicFlac, wenn nicht eine Weltklasseleistung von Motorradartisten geboten würde.

Zuerst die schlechte Nachricht für Adrenalin-Fetischisten: In diesem Jahr wird es keine rasenden Motorräder in der gefährlichen Stahlkugel geben. Dafür aber kommen die Motocross-Freestyle-Europameister mit Namen „AirFours One“. Die Fahrer des verrückten Quartetts nehmen quasi im Foyer Anlauf, rasen durch die Aufgänge und überqueren im 20-Meter-Freestyle-Sprung die Manege. Dann landen sie wieder Backstage auf der anderen Seite des Zeltbaus.

Gänsehaut garantiert

Ein absolutes Gänsehaut-Feeling verspricht hier Zeltmeister Storms, der momentan noch an den Rampen für den waghalsigen Motorrad-Act bastelt. „Das muss auf den Zentimeter stimmen“, erklärt er, damit nur ja kein Sturz die Weinnachstimmung trüben wird. Wichtig für Freudrich sind zweifellos auch „ruhige“ Darbietungen, wie sie etwa der weltbeste Diabolo-Artist aus dem Pariser Lido, Pierre Marchand, vorträgt, während acht Athleten aus Russland unglaubliche Kraftnummern vollführen, Titel „Workout“ im Räderwerk. Für‘s Lustige sorgt dann wieder der Brite Steve Rawlings, der in ausgesuchtem „Denglisch“-Kauderwelsch fröhlich durchs Programm führt.

2013 waren es sage und schreibe 40.000 Menschen, die sich den Weihnachtszirkus „zwischen den Jahren“, wie man im Rheinland sagt, angesehen haben. Das kann man als Beginn einer Erfolgsgeschichte auf dem Bendplatz sehen, Platz gibt es bis zum 4. Januar immerhin für 52.000 Zirkusfans.

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