Flammen aus dem Dachgeschoss

Von: Heiner Hautermans
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Mit großen Aufgebot rückten die Hilfskräfte am Donnerstagnachmittag zu einem Dachgeschossbrand am Adalbert-steinweg an. Auch zwei Hubrettungsbühnen waren im Einsatz. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Dramatische Szenen am Donnerstagabend auf dem Adalbertsteinweg: Die vierspurige Ausfallstraße ist im Abschnitt zwischen Kirberichshofer Weg und Oranienstraße von dichten Rauchwolken verdunkelt. Das Dachgeschoss des Hauses Nummer 164 brennt, helle Flammen schlagen nach hinten hinaus.

Da der Feuerwehr um 15.01 Uhr gemeldet wurde, dass Menschenleben in Gefahr seien, rückten die Rettungskräfte mit großem Aufgebot aus. Gleich drei Löschzüge brausen von der nicht weit entfernten Hauptwache an der Stolberger Straße, der Wache Nord in Laurensberg und der Freiwilligen Feuerwehr Mitte zum Einsatzort los. Auch drei Rettungswagen und ein Notarzt wurden vorsichtshalber in Gang gesetzt. Insgesamt hatte die Wehr 36 Kräfte im Einsatz.

Die Bewohner aus dem Dachgeschoss, ein Pärchen, kamen den Rettungskräften schon beim Eintreffen der Wehr entgegen. Erleichterung bei Einsatzleiterin Edda Jäckle: „Schnell stellte sich heraus, dass keiner mehr in der Wohnung war.“ Der Mann hatte eine Rauchvergiftung davongetragen und wurde zunächst vor Ort vom Notarzt behandelt, bis er ins Krankenhaus transportiert wurde. Bei seiner Lebensgefährtin war letzteres nicht nötig.  Ein weiterer Bewohner erlitt vor Aufregung einen Asthmaanfall, auch er wurde vom Notarzt behandelt und ins Klinikum gebracht.

Zur Brandbekämpfung wurden insgesamt drei Trupps unter Atemschutz vorgeschickt, ein weiterer Trupp sorgte für Lüftungsmaßnahmen. Der eigentliche Brand konnte rasch gelöscht werden: Um 15.46 Uhr wurde „Feuer schwarz“ gemeldet. Die Arbeiten zogen sich jedoch noch hin, da das Dach noch auf Glutnester untersucht werden musste. Die Stadtwerke waren ebenfalls zur Brandstelle gerufen worden, um die Gasversorgung des Hauses abzustellen. Die Polizei sperrte für die Dauer des zweistündigen Einsatzes die vielbefahrene Verkehrsader komplett ab, was zu kleineren und größeren Verkehrsbehinderungen führte. Erst gegen 17 Uhr wurde der Adalbertsteinweg wieder freigegeben.

Zur Brandursache gab die Leitstelle der Polizei am späteren Abend Auskunft. Eine 51-jährige Mieterin in dem Haus am Adalbertsteinweg hatte ihre Wäsche im Bad zum Trocknen aufgehängt. Um das Ganze zu beschleunigen, stellte sie einen Heizofen auf. Nach mehreren Stunden bemerkte sie selbst die starke Rauchentwicklung und rief die Feuerwehr. Der Brandschaden geht wohl in den sechsstelligen Bereich. Einsatzleiterin Edda Jäckle: „Das zweite und dritte Obergeschoss sind nicht mehr bewohnbar.“ Auch Brandermittler nahmen am Donnerstag routinemäßig ihre Arbeit auf.

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