Aachen - Fischsterben: Vom Verursacher fehlt noch jede Spur

Fischsterben: Vom Verursacher fehlt noch jede Spur

Von: gei
Letzte Aktualisierung:
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Die Ursache für das Fischsterben in der Wurm ist immer noch nicht ganz geklärt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Auch drei Wochen nach dem schweren Störfall in der Kläranlage Eilendorf haben die Abwasser- und Umweltbehörden noch keine Erkenntnisse darüber, wer die für etliche Fische in Haarbach und Wurm tödliche Lauge ins Aachener Kanalnetz eingeleitet hat. Noch würden intensive Analysen laufen und auch permanente Netzkontrollen erfolgen, um dem Verursacher auf die Spur zu kommen.

Dies versicherten Experten, die in nichtöffentlicher Sitzung den Politikern der Bezirksvertretung Haaren am Mittwoch Rede und Antwort standen. Auf Antrag der CDU wollten sich die Politiker genauer erklären lassen, warum es in der Kläranlage Eilendorf wiederholt zu einem technischen Defekt gekommen ist. Ferner wollten sie wissen, in welchem Zustand die wassertechnischen Anlagen sind und was zur Vermeidung weiterer Defekte getan wird.

Im entscheidenden Moment hätten die Sicherungssysteme gut funktioniert – nämlich als die illegal eingeleitete Lauge erkannt und in ein Auffangbecken umgeleitet wurde, um die Kläranlage und die für die Reinigungsarbeit so wichtigen Bakterien zu schützen, erläuterten die Experten vom Wasserverband Eifel-Rur (WVER). Warum die Anlage später nicht rechtzeitig wieder auf Normalbetrieb umgeschaltet hat, muss hingegen wohl noch genauer untersucht werden. Dieser Fehler und gleichzeitiger Starkregen führten dazu, dass das Auffangbecken mit dem alkalischen Abwasser in den Haarbach überschwappte und zahlreichen Fischen den Tod brachte.

Die Kläranalge werde regelmäßig kontrolliert und sei mit modernster Technik ausgestattet, versichert WVER-Abwasserspezialist Thomas Rolfs. „Aber jeder Störfall schärft das Bewusstsein“, sagt er, „wir arbeiten daran, die Sicherheit zu erhöhen.“ Die Erkenntnisse in Eilendorf hätten auch für andere Kläranlagen Bedeutung. Wie groß der Schaden für Haarbach und Wurm war, können die Fachleute nicht sagen. Die Wasserläufe seien jetzt wieder in einem „Normalzustand“. Die Bezirkspolitiker waren offenbar noch nicht mit allen Antworten zufrieden: Sie wünschen in einem halben Jahr einen weiteren Bericht.

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