Aachen - Filmprojekt begeistert junge Flüchtlinge

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Filmprojekt begeistert junge Flüchtlinge

Von: Caroline Niehus
Letzte Aktualisierung:
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Waren mit Feuereifer bei der Sache und sind stolz auf das Ergebnis: Jugendliche Flüchtlinge drehten einen Kurzfilm. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Sich in Deutschland zurechtfinden – wie geht das eigentlich genau? Was muss man beachten und worauf kommt es an? Genau diese Fragen haben sich zwölf Jugendliche gestellt, die selbst einmal in dieser Situation waren.

Die jugendlichen Flüchtlinge kamen aus vielen verschiedenen Ländern nach Deutschland. Afghanistan, Mali, Guinea, Pakistan, Äthiopien und Bangladesch sind die Heimatländer der jungen Leute. Nun haben sie hier ihre Heimat gefunden und ein Filmprojekt gestartet.

Der Film präsentiert eine Art „Gebrauchsanweisung für Deutschland“ und zeigt auf humorvolle Art und Weise, was Neuankömmlinge nach ihrer Ankunft alles zu beachten haben. Dabei haben die Jugendlichen in Gesprächsrunden vor dem eigentlichen Dreh selbstständig Überlegungen zu diesem Oberthema angestellt und auch eigene Erfahrungen mit einbezogen.

Nach Fertigstellen der Skizzen und schließlich des Drehbuchs wurden die Aufgaben dann untereinander aufgeteilt und jeder durfte einmal für Film, Ton oder Musik verantwortlich sein. Entstanden ist ein ansprechender Kurzfilm, der an verschiedenen Orten gedreht wurde und den Zuschauern einen Einblick in die „neue Welt“ eines Flüchtlings gibt. Beispielsweise haben die Jugendlichen gezeigt, wie man sich am Hauptbahnhof orientieren kann, was man im Supermarkt alles beachten muss oder wie man sich in einem Schwimmbad verhält, wenn man vorher vielleicht nur in offenen Gewässern geschwommen ist.

Die Jugendlichen waren begeistert von dem Projekt. Kemoko Magassouba erzählt: „Wir wollten zeigen, was du machen kannst, wenn du hier neu bist und nicht weißt, wie die Stadt ist, weil du niemanden kennst.“ Eben deshalb haben sie auch die unterschiedlichen Plätze besucht, da es so viel Neues in einer unbekannten Stadt gebe. Nardos Tsegaye ist ebenfalls glücklich über das Projekt. „Es hat großen Spaß gemacht und wir haben viel dabei gelernt“, sagt sie mit einem zufriedenen Lächeln.

Die Leiter des Projekts Miriam Pucitta und Michael Chauvistré zeigten sich auch zufrieden sowohl über den Verlauf des Projekts als auch über die Uraufführung im Apollo Kino. Über 500 Menschen waren gekommen, um ihren Kurzfilm zu sehen. Chauvistré fand, die Zusammenarbeit habe „sehr gut funktioniert, die Jugendlichen waren sehr aufmerksam und man hat gemerkt, dass sie die Welt entdecken wollen“. Er habe „von allen Seiten nur positive Rückmeldungen“ erhalten, so dass eine Fortsetzung durchaus geplant sei.

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