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Film ab: Junge Leute setzen Aachen ins Bild

Von: Martina Stöhr
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Film ab: Auch die Bundestagsab
Film ab: Auch die Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt (Mitte) und Schuldezernent Wolfgang Rombey (links) sind gespannt auf die Filmarbeiten der jungen Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Dass Sie ausgewählt wurden, liegt allein an Ihnen und Ihren tollen Ideen”, sagte SPD-Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt, als junge Leute der Käthe-Kollwitz-Schule und des Inda-Gymnasiums jetzt den Auftakt zum Projekt „Schülerfilmstadt” feierten.

Sie werden sich intensiv mit dem Thema „Film” beschäftigen und ihre eigenen Kreationen dann Ende Juni in der „Raststätte”, Lothringerstraße, vorstellen. Bis dahin durchlaufen die Schüler die Phasen einer Filmproduktion und werden von Experten unterstützt.

Auf dem Programm stehen etwa Dramaturgie, Bildgestaltung und Regie- und Kamerakonzept. In einer einwöchigen Intensivphase produzieren die Jugendlichen dann in einem „gläsernen Studio” inmitten ihrer Stadt ihre Filme.

Stadtdirektor Wolfgang Rombey ist schon gespannt auf die Ergebnisse. Die Frage, wie man eine Stadt im Film darstellen kann, beschäftige ihn seit jeher, sagte er. Und die Schüler haben in ihren „postcards” einen Vorgeschmack auf das gegeben, was zu erwarten ist.

Ein Motiv ist beispielsweise das Aachener Printenmädchen. „Sie soll ihre Printe nicht mehr in versteinerten, sondern in lebendigen Händen halten. Zu dieser Verwandlung hofft sie auf Karl den Großen, der seinem Volk schon häufig Bitten erfüllt hat. Wird der mächtige Kaiser dem Mädchen seinen Wunsch wohl erfüllen?”, fragen die Schüler. Weitere Themen sind Aachens Nachtleben, die Kaiserpfalz und die Printen.

Mit ihren Ideen haben die jungen Leute das Auswahlkomitee des Projekts Schülerfilmstadt überzeugt. Neben Gera, Flensburg, Stralsund und Würzburg bekommt Aachen jetzt Gelegenheit, sich in Szene zu setzen. Die Beiträge der Schüler sollen einfallsreich, ungewöhnlich, humorvoll, provokativ, eigenwillig und nicht länger als fünf Minuten sein. So die Vorgabe.

„Es ist eine tolle Sache, dass so etwas an den Schulen gemacht werden kann”, urteilte Arthur Bierganz, Schulleiter des Inda-Gymnasiums. Die Jugendlichen lernten beim Filmemachen ganz nebenbei auch eine Menge über das Thema Manipulation. Diese Sichtweise teilten auch die anderen Gäste.

„Bei der Auseinandersetzung mit dem Film entstehe Medienkompetenz, meinte etwa Ulla Schmidt. Außerdem bringe der Film Menschen zusammen und erfordere Teamarbeit. Bleibt nun abzuwarten, was die Schüler am 29. Juni auf die Leinwand bringen.
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