FH und Domkapitel erklären den Dom künftig gemeinsam

Von: Robert Baumann
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Die Kooperation zwischen Fachh
Die Kooperation zwischen Fachhochschule und Domkapitel soll es möglich machen: Die Besucher des Aachener Doms sollen das Bauwerk künftig besser verstehen lernen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Jedes Jahr besuchen rund 8800 geführte Gruppen den Aachener Dom. Um die Besucher vorab noch besser und vor allem anschaulicher über das Wahrzeichen der Stadt und Unesco-Welterbe zu informieren, hat die Fachhochschule (FH) Aachen in Zusammenarbeit mit dem Domkapitel des Aachener Doms ein didaktisches Vortragsmodul entwickelt.

Dieser Kurzfilm über die Geschichte und Architektur des Bauwerks ist eine von vielen Ideen des neuen Kooperationsvertrages zwischen der FH Aachen und dem Domkapitel, der jetzt in den Räumen der Dominformation unterzeichnet wurde. „Wir erhoffen uns viele neue Impulse, was Erhaltung, Bau und Marketing angeht. Wir wollen den Menschen die kulturellen Schätze des Doms vermitteln”, sagt Dompropst Helmut Poqué. „Mit der Fachhochschule haben wir einen kompetenten Ansprechpartner gefunden, der uns bei Problemen mit kreativen Lösungen und reichlich Know-how zur Seite steht”, führt der Monsignore weiter aus.

Und auch der Rektor der FH Aachen, Prof. Dr. Marcus Baumann, freut sich über die Vereinbarung: „Wir fühlen uns der Stadt und Region tief verbunden und stehen mit unserem wissenschaftlichen Wissen gerne zur Seite. Der Vertrag bietet große Entwicklungsmöglichkeiten. Baufachleute, Marketingexperten, Informationstechniker oder Gestalter können spannende Projekte initiieren.”

Prof. Anke Naujokat vom Fachbereich Architektur der FH hat gemeinsam mit einem interdisziplinären Team das neue Vortragsmodul entwickelt. „Der Dom ist aus baulicher Sicht nur schwer zu verstehen und in seinen ganzen Dimensionen kaum zu erfassen. Wir zeigen, was der Besucher im Dom selbst nicht sehen kann. Zum Beispiel, wie sich der Kirchenbau im Laufe der Jahrhunderte verändert hat - von der Pfalzkapelle bis zum Konglomerat von Bauten, die der heutige Dom umfasst”, erklärt Naujokat. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem Fachbereichskollegen und Architekten der Dominformation, Prof. Ulrich Hahn. Er entwickelte mit seinem Team die visuelle Didaktik zur Genese des Doms. Computeranimierte Bilder sollen den Besuchern ein komplexeres Verständnis ermöglichen. „Die Menschen sollen das Bauwerk verstehen lernen. Diese Vorabinformationen führen während der Dom-Besichtigungen zu einem größeren Lernerlebnis”, sagt Prof. Hahn.

Unter der Federführung von Dekanin Prof. Ilka Helmig vom Fachbereich Gestaltung der FH Aachen arbeiteten Studierende zudem an der Beschilderung der Dominformation und einem einheitlichen Design. Das spezielle Design in Gold und Weiß soll für eine grafische Identität und ein rundes Gesamtbild sorgen. „Wir wollen komplexe Inhalte in kurzer Zeit verständlich vermitteln, so dass sich der Besucher schnell zurecht findet. Deshalb haben wir viel Wert auf eine klare visuelle Umsetzung gelegt. Gold symbolisiert den materiellen, Weiß den spirituellen Aspekt des Doms”, erläutert Prof. Helmig.

Bislang nur auf Deutsch

Das neue Vortragsmodul in der Dominformation wird bislang nur in deutscher Sprache angeboten. Der Film soll aber in absehbarer Zeit auch in französischer und englischer Sprache zu sehen sein. Für die Zukunft sind bereits weitere, zielgruppenspezifische Module, beispielsweise für Kinder oder besonders Architekturaffine, geplant.
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