Aachen - FH-Flugmaschinen gleiten um die Wette

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FH-Flugmaschinen gleiten um die Wette

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
Die Ruhe vor dem Flug: Die FH-
Die Ruhe vor dem Flug: Die FH-Studierenden warten in der Turnhalle der Gesamtschule Brand auf den Start ihres Modellfliegers. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Dass gleich der erste Flugversuch so in die Tiefe gehen würde, damit hatten die vier Studenten nicht gerechnet. Statt des angestrebten langsamen Gleitflugs mussten die Mitstudierenden einen zügigen Absturz mitansehen. Ratlose Gesichter, Schulterzucken - dann muss es beim nächsten Versuch eben besser werden.

80 Studierende des Fachbereichs Luft- und Raumfahrttechnik der Fachhochschule Aachen (FH) stehen in der Sporthalle der Gesamtschule Brand und lassen ihre selbst gebauten Wurfflugmodelle durch die Halle gleiten.

Die Probestunde ist vorbei; jetzt lassen die Modellflugbauer ihre Gleiter, die sie während eines Praktikums im Rahmen der Vorlesung „Flugmechanik I” von Professor J.-Michael Bauschat gebaut haben, gegeneinander antreten.

Aus vier Konfigurationen - Drachenflugzeug, Delta, Ente oder Nurflügel - konnten die Kleingruppen zwei auswählen, die sie anschließend aus Dämmmaterial fertigten und die nun zum Abschluss der Aufgabe, die im November gestellt wurde, einen Langsamflug absolvieren sollen.

Vorgegeben war neben der Spannweite von mindestens 80 Zentimetern auch das Gewicht von maximal 60 Gramm. „Das ist schon eine große Herausforderung”, erläutert Professor J.-Michael Bauschat die Schwierigkeit der Aufgabe. Auch eine Profilierung des Tragflügels wurde vorgeschrieben, um die Leistungsfähigkeit zu steigern und längere Flugzeiten zu erzielen.

Es ist quasi „die Rezeptur, damit es gut klappt”, erklärt J.-Michael Bauschat. Und: Je größer die Flügelspannweite, desto langsamer bestreitet das Modell eine weitere Distanz.

Einige Fertigkeiten

Die Aufgabe verlangt den Studierenden einige Fertigkeiten ab: Wissen zum Flugzeugbau, der Aerodynamik sowie der Flugmechanik sind gleichermaßen gefragt.

Für Ann-Katrin Hensch, Christiane Duwe und Carolin Kissner war die Wahl ihrer Wurfflieger zu Beginn der Aufgabe nicht eindeutig. Die anfangs konstruierte Ente wurde bald wieder aus dem Rennen genommen und durch einen Nurflügler ersetzt.

Doch auch der hat seine Tücken: „Wir müssen die Abwurfkraft und den Winkel genau bestimmen”, erklärt Ann-Katrin Hensch. Ihr zweites Modell ist ein Drachenflugzeug. „Der verkraftet im Gegensatz zum Nurflügler eine Menge”, erzählt Christiane Duwe. „Er ist im Flugverhalten stabil und ist für einen Langsamflug am geeignetsten, da er langsam eine Distanz überwindet.”

Mit Spaß bei der Sache

Auch wenn die Ergebnisse des Wettbewerbs - im Gegensatz zur Modellumsetzung und der damit zusammenhängenden schriftlichen Ausarbeitung - nicht in die Abschlussnote einfließen, sind alle Studierenden konzentriert und mit viel Spaß bei der Sache. Ein Grund mehr für Professor J.-Michael Bauschat laut zu überlegen, das Ereignis im nächsten Jahr größer aufzuziehen.
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