Festival „Zwischen-Zeiten“: Von der Faszination, Geschichten zu erzählen

Von: Joel Teichmann
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Professor Herbert Goertz, Susanne Schwier, Dr. Georg Friedrich, Jens Lundszien und Regina Sommer (von links) präsentieren das Programm des 20. Internationalen Erzählfestivals. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Ob vor Tausenden Jahren oder heute – schon immer haben die Menschen Geschichten erzählt. Vielleicht hat sich die Art der Erzählungen geändert, trotzdem ist sich Aachens Kulturdezernentin Susanne Schwier sicher: „Viele Beschäftigungen haben ein Ende, aber die Faszination, Geschichten zu erzählen, wird nie aufhören.“

Reichlich Gesprächsstoff gibt es ohnehin immer. Das wird auch das Internationale Erzählfestival „Zwischen-Zeiten“ vom 4. bis zum 9. Oktober in Aachen wieder beweisen.

In diesem Jahr feiert die Veranstaltung sogar einen runden Geburtstag: Bereits zum 20. Mal locken zahlreiche Geschichten, Vorträge und viele weitere kreative Erzählformen das Publikum an. „Man merkt ja immer an der Resonanz, wie etwas ankommt. Und in den letzten Jahren waren die Räume immer gefüllt“, erinnert sich Schwier.

Kein Wunder also, dass das Aachener Erzählfestival einen ausgezeichneten Ruf unter den Erzählern besitzt. „Es war ja auch das erste Festival dieser Art in Deutschland“, begründet Initiatorin Regina Sommer. In diesem Jahr lautet das Thema „Mythos“ und stellt unter anderem Fragen zur Freiheit mit Schillers „Räuber“, dem Stellenwert der Wissenschaft oder auch dem Mythos „Zeit“.

„Eine Energiebombe“

Am Donnerstag, 6. Oktober, behandelt Erzählerin und Tänzerin Nathalie Boucher von 20 bis 21.30 Uhr im Ludwig Forum den Mythos der Gottheiten. „Sie ist eine Energiebombe, da sie fast gleichzeitig tanzt und erzählt“, beschreibt Regina Sommer sie. Die Geschichte wird sozusagen in drei Sprachen erzählt: mit Französisch und Englisch zwei gesprochene und zusätzlich eine bewegte.

Spät kann es am Tag darauf werden. Denn am Freitag, 7. Oktober, ist von 20 bis 23 Uhr die „Lange Nacht der Geschichten“ im Konzertsaal der Hochschule für Musik und Tanz. Zwölf Erzähler und auch Musiker werden der Frage nachgehen, ob es Mythen und Weisheitsgeschichten gibt. „Musik und Sprache gehören zusammen, sie ergänzen sich“, sagt Professor Herbert Goertz, geschäftsführender Direktor der Hochschule.

Natürlich wird – wie auch in den letzten Jahren – die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) wieder in die Thematik eingebunden. Am Samstag, 8. Oktober, setzt sich das Kulturlabor „Tales and Science“ von 15 bis 17.30 Uhr in der Couven-Halle mit dem Mythos „Zeit“ auseinander. „Es macht den Wissenschaftlern jedes Mal großen Spaß, in eine andere Welt einzutauchen“, erklärt Jens Lundszien vom Bürgerforum „RWTHextern“.

Zusätzlich zu vielen weiteren Programmpunkten besuchen auch zehn Profi-Erzähler aus neun Nationen einige Schulen der Städteregion. Die „Schule des Hörens“ dient dabei der Kommunikation, der interkulturellen Begegnung sowie der Vermittlung von Sprachkompetenz.

Eintrittskarten gibt es unter anderem im Kundenservice Medienhaus Aachen im Elisenbrunnen sowie in der Dresdener Straße 3.

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