Aachen - Festival im Kennedypark: Wetter gut, Musik gut, Park gut, Bühne gut

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Festival im Kennedypark: Wetter gut, Musik gut, Park gut, Bühne gut

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Musikalisch stand im Kennedypark Reggae im Mittelpunkt, wie hier mit Mr. Chichi. Foto: Ralf Roeger
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Viele Leute und gute Stimmung: Das Open-Air-Festival im Kennedypark kam prima an. Foto: Verena Tesch/L.Bass

Aachen. Das Spektrum der Besucher war auffallend bunt. Eines hatten sie alle gemeinsam: Sie strahlten am Samstag mit der Sonne um die Wette in der Hoffnung, dass dies nicht wirklich der „Last Day of Summer“ ist, wie der Titel des Festivals suggeriert.

„Wetter stimmt, Musik auch, faire Preis und der Park ist wirklich ein schöner Ort. So lässt sich der Sommer noch mal so richtig schön feiern“, zeigte sich Daniel begeistert, der als IT-Fachmann noch bis tief in die letzte Nacht gearbeitet hatte und zum Wochenende Zerstreuung und Entspannung im Kennedypark sucht.

Für den Musikbunker war es das erste Open-Air-Festival, das auf Anfrage der Stadt Aachen initiiert wurde. Musikalisch hat sich der Bunker für den Schwerpunkt Reggae entschieden, da dieser untrennbar mit Sonne und guter Laune verbunden ist.

Beides war im Überfluss vorhanden, im ganzen Park verteilt fanden sich lächelnde, tanzende, plappernde Menschentrauben. Dass das Wetter so gut mitspielte, hatte sich das Bunkerteam verdient. Schließlich war der Tag bis zum ersten Live-Act um 16 Uhr ganz schön anstrengend, wie Geschäftsführer Lars Templin verrät.

„Allein die ganzen Luftballons rund um die Bühne anzubringen, war ein Riesen-Akt. Jetzt, wo alles läuft, freuen wir uns am meisten über die gute Stimmung hier im Park.“

Die Luftballons waren recht schnell in der Hand der vielen Kinder, von denen sich einige auch noch im späteren Verlauf des Abends mit ihren Eltern im Kennedypark amüsierten.

Selbst auf der hintersten Parkbank waren die Bläserstimmen der sommerlichen Beats gut zu hören, der weitläufige Park bot jedem Besucher die Möglichkeit, sich mehr oder weniger dem Jamaika-Sound hinzugeben.

Einzelne Grüppchen zogen sich mit ihrem Döner-to-go auf den Spielplatz im hinteren Bereich des Parks zurück und genossen den Snack auf einer Picknick-Decke. Die DJs und die drei ausgewählten Live-Acts hatten sich musikalisch gut abgestimmt, ließen keine musikalische Unterbrechung zu und sorgten so dafür, dass das Publikum stets in Bewegung blieb.

Der Haupt-Act des Abends, der mit leichter Verzögerung im Zeitplan den Abschluss machte, war Sängerin Gato Preto, eine divenhaft auftretende Portugiesin, die eine mit Spiegelsteinchen besetzte Sonnenbrille und ein schwarzes Feder-Bolero trug. Gato Preto heißt auf Portugiesisch „Schwarze Katze“, dahinter verbirgt sich ein Global-Bass-Musikprojekt des Rappers Gata Misteriosa und des DJs und Produzenten Lee Bass.

Beide Künstler haben ihre Wurzeln in Afrika, ihr basslastige Musik ist beeinflusst von einer breiten Palette afrikanischer Musikstile wie beispielsweise Kuduro oder Favela House. Hier war der Höhepunkt der schätzungsweise noch 600 tanzenden Besucher vor der Bühne erreicht. Gegen 23 Uhr zogen dann sehr zufriedene Menschentrauben in verschiedenste Richtungen aus dem Park.

Offensichtlich war die Entscheidung für die ursprünglich jamaikanische Tanzmusik eine gute. Hier ist der Musikbunker laut Lars Templin „konsequent die Bunkerlinie gefahren, indem wir auf vernünftige Musik gesetzt haben. Es war auch einiges eher einfach organisiert oder auch improvisiert, wie ein Dönerstand, der seine gesammelten Vorräte unter die Leute brachte“.

Da Musikern und Besuchern das Festival durchweg gut gefallen habe, ist Templin für eine Wiederholung im nächsten Jahr auch zu haben: „Wir sind sehr froh über das Angebot der Stadt, die Bühne an diesem attraktiven Ort zu nutzen, die Zusammenarbeit hat auch dem Bunker sehr geholfen.“

Er schätzt den Besucherdurchlauf im Laufe des Samstag auf bis zu 1300 Leute, darunter waren auch viele Familien.

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