Aachen - Festessen mit Einstieg ins Karlsjahr

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Festessen mit Einstieg ins Karlsjahr

Von: Holger Richter
Letzte Aktualisierung:
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Nach der Karlsausstellung 2014 sollen die Reichskleinodien im Krönungssaal zeitgemäßer präsentiert werden. Dafür sollen auch die Einnahmen des Krönungsmahls verwendet werden.

Aachen. Wie immer, wenn sich in Aachen das Krönungsmahl nähert, wartet Georg Helg mit beeindruckenden Zahlen auf. Denn seit Gründung des Rathausvereins im Jahre 2002 hat die Institution, dessen zweiter Vorsitzender Helg ist, schon mehr als 1 Million Euro für den Erhalt des Aachener Rathauses gesammelt.

Neben 28.000 Euro an Mitgliedsbeiträgen „ist das Krönungsmahl die Haupteinnahmequelle des Vereins“, so Helg. „Im vergangenen Jahr kamen dabei 42.000 Euro für das Rathaus zusammen.“

Mit einer ähnlichen Summe rechnet Georg Helg auch in rund eineinhalb Wochen, wenn der Rathausverein am 23. Oktober – genau 493 Jahre nach der Krönung Karls V. an gleicher Stelle – zum elften Mal zum viergängigen Festmenü in den Krönungssaal lädt.

Auf die Speisekarte hat die Gastronomie des Quellenhofs mit Unterstützung der Sponsoren Babor und Pro Idee diesmal eine Parade von Kaisergranat und Königskrabbe, gebratene Gänsestopfleber mit Vanillejus, ein Duo vom Freiland-Kalb sowie eine Tarte mit Zitronencreme gesetzt.

Dazu wird erneut erlesene Musik von Preisträgern und Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben gereicht sowie ein Vortrag eines ausgesuchten Festredners. „Der Historiker Johannes Fried wird als Einstieg ins Karlsjahr einen Bogen spannen von Karl V. zu Karl dem Großen“, kündigt Helg an.

„Geld und Anderes in der Politik“ lautet der Titel des Vortrags. „Das wird sicher amüsant, aber auch historisch fundiert.“ Die Lesung aus seinem aktuellen Buch über Karl dem Großen am Vorabend des Krönungsmahls im Rathaus sei übrigens schon ausgebucht. Das beweise, dass Johannes Fried ein „Meister der Vortragskunst ist“, sagt Helg.

Nach der Karlsausstellung

Apropos Geld: Das Geld vom Krönungsmahl möchte der Rathausverein für die neue Präsentation der Reichskleinodien im Krönungssaal verwenden. „Der Kapellenerker, in dem die Reichskleinodien derzeit im Krönungssaal präsentiert werden, stammt aus den 1960er Jahren“, sagt Helg, „und so sieht er auch aus.“

Während der Karlsausstellung im kommenden Jahr werden die Reichskrone sowie das Schwert und das Evangeliar der mittelalterlichen Herrscher in die Ausstellung integriert, um anschließend wieder in den Kapellenerker zurückzukehren.

„Allerdings“, so Helg, „zeitgemäßer präsentiert“: mit einer nicht so tiefen Vitrine und moderner Beleuchtung. „Das ist unser wichtigstes Projekt. Mehr als 100.000 Euro wird das wohl kosten“, wartet Georg Helg mit einer weiteren beeindruckenden Zahl auf.

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