Ferienaktion: „Kinder können ihrem Alltag entfliehen“

Von: Martina Stöhr
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Aachen. Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen zu schönen Ferien verhelfen: Das haben sich die Regionaldekane im Bistum Aachen auf die Fahnen geschrieben und inzwischen zahlreiche Mitstreiter gefunden.

So unterstützt der Lions-Club Aachen Kaiserpfalz das Projekt mit einer jährlichen Spende von mindestens 2000 Euro. Werner Tillmann, Geschäftsführer des Hilfswerks im Lions-Club Aachen Kaiserpfalz, ist begeistert von der Idee und meint: „Das ist eine tolle Sache.“

Unter dem Motto „Wir lassen Kinder nicht allein“ sorgen verschiedene Einrichtungen dafür, dass Kinder und Jugendliche in den Genuss von Ferienfreizeiten und anderen Aktivitäten kommen, auch wenn ihre Eltern kein Geld dafür haben. „Es darf nicht sein, dass die Kinder ausgegrenzt werden“, meint Udo Breuer, Fachbereichsleiter Kirchliche Jugendarbeit. Wichtig ist ihm, dass die Unterstützung der Familien nicht publik wird. Die geförderten Kinder sollen nicht das Gefühl der Stigmatisierung haben. Inzwischen laufe die Zusammenarbeit zwischen den Förderern, den Familien und den Trägern der einzelnen Maßnahmen schon sehr gut, meint Breuer.

35.000 Euro ausgeschüttet

Seit Beginn des Projekts im Jahre 2009 wurden 257 Kinder gefördert. 35.000 Euro wurden ausgeschüttet. Dabei wird individuell entschieden, wie viel Förderung die Familien jeweils brauchen. Den Antrag stellen die Träger der Maßnahmen. Wichtig ist allen Beteiligten, dass die Hilfe schnell und unbürokratisch erfolgt. Wer will und kann, kann die Unterstützung später auch zurückzahlen. Zur Zielgruppe gehören Kinder aus Hartz-IV-Haushalten, aus kinderreichen Familien, Flüchtlingskinder oder Kinder suchtkranker Eltern. „Das Schöne dabei ist, dass die Kinder in der Ferienzeit ihrem Alltag entfliehen können“, meint Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik, die Ferienfreizeiten und Projektwochen für Kinder und Jugendliche anbietet.

Um auch in diesem Jahr wieder bedürftigen Familien helfen zu können, sind die Kooperationspartner ihrerseits auf Hilfe angewiesen und bitten deshalb um Spenden.

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