Aachen - Feierliches Pontifikalamt für Müllejans zum 80.

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Feierliches Pontifikalamt für Müllejans zum 80.

Von: Steffi Bücken
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Ein Paar Wanderschuhe zum 80. Geburtstag: Domprobst Helmut Poqué (l.) überreicht dem ehemaligen Domprobst Dr. Hans Müllejans (M.) sein Präsent. Der freut sich an der Seite von OB Jürgen Linden (r.) über die Schuhe, mit denen er von seiner Wohnung in Venwegen nach Aachen wandern kann. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. „Für den Aachener Dom war Dr. Hans Müllejans der richtige Mann am richtigen Ort”, sagt Aachens Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff über den ehemaligen Domprobst zu Aachen. Und OB Jürgen Linden findet: „Er hat eine Herzlichkeit und eine Gabe mit Menschen umzugehen, die man nicht lernen kann.”

Müllejans, geboren 1929 im Stolberger Bethlehem-Hospital, studierte Philosophie und Theologie in Bonn, wurde 1953 zum Priester geweiht und studierte kanonisches Recht. In Aachen hat er viele Posten übernommen: Bistumssekretär, stellvertretender Generaldekan, später Domdekan, Domkapitular und lange Jahre Dompropst.

Vor allem hat er sich für die Aachener und ihren Dom eingesetzt. 30 Millionen Euro hat er gesammelt und so die Grundsanierung des Weltkulturdenkmals ermöglicht. Vergangene Woche ist er 80 Jahre alt geworden. Gefeiert hat er im Aachener Dom.

Dort hielt Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff am Sonntag ein feierliches Pontifikalamt. Müllejans bedankte sich bei allen, die den Gottesdienst gestaltet haben, dem Domchor und den Dombläsern und bei allen, die ihm in seinem „priesterlichen Dienst zur Seite gestanden haben”.

200 Gäste empfingen ihn im weißen Saal des Rathauses. „Die Menschen haben Müllejans vertraut. Sie haben auf ihn gebaut - und er hat in unserer Stadt gebaut”, lobte OB Linden den Dompropst a.D., der 1988 die Initiative „Unser Dom braucht Hilfe” ins Leben gerufen und die europäische Stiftung Aachener Dom gegründet hat.

Bei allem Einsatz und finanzieller Unterstützung für das berühmte Bauwerk - für Müllejans stand der Glaube und der Dom als Gotteshaus im Vordergrund. „Wir sind dankbar für das, was er im Dienste Gottes bewirkt hat”, sagte Msgr. Helmut Poqué, der heutige Dompropst. Auf diese Unterstützung will er in Zukunft nicht verzichten.

Müllejans hat seine Wohnung im Domviertel aufgegeben. Auch mit Hilfe seiner Haushälterin und guten Seele Käthe Lüttgen war die Arbeit nicht mehr zu schaffen. Er lebt nun in einer „kleinen aber feinen” Wohnung in Venwegen bei den Christenserinnen.

Die Verbindung zum Aachener Dom bleibt: Deswegen gab es neue feste Schuhe und eine Wegbeschreibung zum Aachener Dom als Geburtstagsgeschenk für den begeisterten Wanderer Müllejans. „Die 13 Kilometer zurück geht es bergauf, da kann ich dich fahren”, bot Poqué an.

Zunächst hatte Müllejans alle Hände voll zu tun, die Glückwünsche der vielen Gratulanten entgegenzunehmen. „Ich danke von ganzem Herzen, dass ich diesen Tag erleben darf.” Neue Pläne hat er auch schon: „Ich freue mich in Venwegen über Besuch und werde regelmäßig zum Dom zurückkehren”, sagte Müllejans. „Aber die Zukunft bleibt der Güte Gottes überlassen.”
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