Aachen - Feier mit kleiner Träne: Puppenspieler Kreitz wird 80

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Feier mit kleiner Träne: Puppenspieler Kreitz wird 80

Von: Nina Krüsmann
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Enorm engagiert in Sachen Brauchtum: Martin Kreitz feiert seinen 80. Geburtstag und nimmt Abschied vom Öcher Schängche. „Ich wünsche mir vor allem Gesundheit und freue mich auf unsere geplanten Reisen nach Masuren und zur Mecklenburgischen Seenplatte.“ Foto: Nina Krüsmann

Aachen. Soll es nun der schicke schwarze Anzug sein oder doch lieber die legere Lieblingsjeans? Martin Kreitz ist sich bis zuletzt nicht ganz sicher, welche Kleidung er für seinen Ehrentag wählen soll. Am 31. Januar feiert der Öcher Tausendsassa seinen 80. Geburtstag. Und wo sonst wenn nicht im Öcher Schängche könnte er diesen besonderen Abend verbringen.

„Ich freue mich riesig auf diesen Tag“, sagt Kreitz, der im Kreise seiner Familie, Freunde, Vereinskameraden und Kollegen von der Stadtpuppenbühne feiert. Natürlich sind bei der Fastelovvendssitzung im Schängche auch viele Karnevalisten anwesend.

Ein Wehrmutstropfen ist aber dabei, denn es ist das letzte Mal, dass Kreitz hier in seinem „Wohnzimmer“ eine seiner beliebten Büttenreden hält. Danach ist endgültig Schluss.

Leiter Otto Trebels verabschiedet Kreitz, der mehr als 20 Jahre dem Ensemble der Stadtpuppenbühne angehörte. „1992, als ich noch bei der Stadt als Technischer Angestellter arbeitete und bereits über langjährige Erfahrungen beim Aachener Heimattheater verfügte, habe ich mich auf eine Ausschreibung beworben. Kenntnisse von Öcher Platt sowie Liebe zum Theater und etwas musikalisches Talent waren die Voraussetzungen“, erzählt Kreitz.

Doch dies ist nur eines der unzähligen Engagements für das Brauchtum. In vielen weiteren Vereinen und Tätigkeiten ist der rege Rentner aktiv. In seiner Heimat, dem Jakobsviertel, wirkt er zum Beispiel, beim Pfarrausschuss der „Frohen Jakobiner“ mit, gestaltet derzeit den Orden für die kommende Session, arbeitet beim Steuengelchen-Verein mit. Außerdem ist er Mitglied bei der Stadtgarde Oecher Penn.

Das Fernweh und das Interesse für fremde Welten waren bei Kreitz stets groß: Mit seiner Frau Katharina hat er bis dato mehr als 50 Länder bereist. Viele liebevoll ausgewählte Skulpturen und andere Souvenirs erinnern im Wohnzimmer an Reisen durch Ägypten, Brasilien, Namibia oder Tibet.

Das Ehepaar ist seit 52 Jahren verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter, sowie vier Enkelkinder. Kisten voller Fotos, eine Wand voller Orden und eine mit bunten Fähnchen gespickte Weltkarte zeugen von den vielen spannenden gemeinsamen Jahren.

In den 90er Jahren war Kreitz Mitbegründer der Stimmungsgruppe „Köllepötzer“, hat gesungen, Trommel gespielt und Lieder geschrieben. Er liebt es zu kochen und zu backen, seinen Schrebergarten zu pflegen, kleine Geschichten für seine Enkel zu schreiben, zu malen – und er war auch im Seniorenbeirat aktiv.

Sein Lebensmotto – „Wie auch das Los des Lebens sei, dankt denen die Euch Freude machen. Es gibt nichts Gesünderes nebenbei, als ab und zu sich krank zu lachen“ – will Kreitz auch in Zukunft in seinem „Unruhestand“ anwenden: „Ich wünsche mir vor allem Gesundheit und freue mich auf unsere geplanten Reisen nach Masuren und zur Mecklenburgischen Seenplatte.“

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