Aachen - Farbenfroher Blickfang aus der Dose

CHIO-Header

Farbenfroher Blickfang aus der Dose

Von: Martina Rippholz
Letzte Aktualisierung:
lebenshilfe_bu
Erst gestrichen, dann gesprüht: Malermeister Stefan Cremers (l.) und Graffiti-Künstler Lars Kesseler gestalteten nacheinander die neue Wand am Aachener Lebenshilfe-Haus. Foto: Harald Krömer

Aachen. Überzogen mit einem tristen Grau-Grün, verschmiert von wildem Graffiti und der Verwitterung ausgeliefert - so bot sich die Wand des Aachener Lebenshilfehauses noch vor wenigen Wochen dar. Die Fassade der vorgelagerten Garage zum Thiensweg hin war ein „Schandfleck”.

So sagt es Herbert Frings, Geschäftsführer des Vereins. Er und seine Kollegin Hilde Bärnreuther sind froh, dass diese Zeiten nun endgültig vorbei sind. Denn die Wand wurde neu gestaltet, von dem Malermeister Stefan Cremers und dem Graffiti-Künstler Lars Kesseler.

Silhouetten und Kaffeetassen

Ein sattes Rot strahlt den vorbeifahrenden Autofahrern jetzt entgegen. Auf diesen Grund hat Kesseler verschiedene Figuren, Silhouetten, Kaffeetassen und in großen Lettern das Wort „Lebenshilfe” gesprüht.

„Mit dem Graffiti sollte auch auf das Café des Hauses aufmerksam gemacht werden”, erklärt der professionelle Sprayer. „Daher die Kaffee-Motive.” Bei den Figuren hat Kessler mal einen Menschen im Rollstuhl, mal eine nicht-behinderte Person gemalt. „Das Lebenshilfe-Haus möchte ja beide, Behinderte und Nicht-Behinderte, zusammenbringen.”

Frings und Bärnreuther sind von dem Ergebnis begeistert. Drei Entwürfe hatte Kesseler der Lebenshilfe vorgestellt und die wählte davon einen aus. „Jetzt sieht der Weg rauf zum Haupteingang richtig einladend aus. Es ist ein Blickfang”, sagt Frings.

„Das Tollste aber ist, dass das Ganze für so wenig Geld realisiert werden konnte.” Denn der Graffiti-Künstler Kesseler, genannt Lake, hat der Lebenshilfe einen günstigen Sonderpreis gemacht. Und Malermeister Cremers brachte das Rot in Form einer Sachspende auf die Wand, unterstützt von der Firma Bock.

Die Wand zum Thiensweg ist nun schön farbenfroh geworden. Die andere Seite, zur Adenauerallee hin, kann da nun nicht mehr mithalten. „Das greifen wir aber auch bald an”, sagt Cremers. Da können Frings und Bärnreuther nur lächeln.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert