Fans und Regen: Am Tivoli strömt es gleich doppelt

Von: Daniel Gerhards
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Bis zur CHIO-Brücke schlänge
Bis zur CHIO-Brücke schlängelt sich die Reihe der wartenden Fans. Die meisten wollen zur Autogrammstunde des neuen Alemannia-Kaders. Aber auch vor den Ticketschaltern, an denen sich Dauerkarteninhaber Eintrittskarten für das Pokalspiel gegen Mönchengladbach sichern können, bilden sich bis zum späten Nachmittag lange Warteschlangen. Fotos (5): Ralf Roeger Foto: Ralf Roeger

Aachen. Auf eins können sich die Spieler der Alemannia wohl auch in der dritten Liga verlassen: Die Unterstützung ihrer Fans. Bei der Saisoneröffnung rund um den Tivoli präsentieren sich den ganzen Sonntag lang die Neuzugänge und die verbliebenen Profis aus der Abstiegsmannschaft den Fans.

Trotz häufiger Regenschauer sind mehr als 17.000 Fans gekommen. Berührungsängste haben die Profis keine. Unentwegt lächeln die Spieler mit Fans im Arm in Kameras, verteilen Autogrammkarten und halten kurz einen Plausch mit ein paar Alemannia-Anhängern. Und alles was man ihnen hinhielt, unterschrieben die Spieler: Trikots, Fotos, Bälle und sogar alte Stadionsitze oder Turnschuhe. Scheinbar nehmen die Fans den Spielern den Abstieg nicht mehr allzu übel. Denn mit so vielen Besuchern haben selbst die Alemannia-Verantwortlichen nicht gerechnet.

Von der Abstiegsmannschaft ist nun auch nicht mehr viel übrig. Trainer Ralf Aussem muss aus 16 Neuzugängen und einigen „Eckpfeilern”, die noch aus dem alten Team stammen, eine schlagkräftige Mannschaft formen. „Wir hatten einen Umbruch im Kader. Zuerst hatten wir gar keine Spieler”, sagt Aussem. Dann wurde klar, dass Spieler wie Albert Streit, Thomas Stehle, Seyi Olajengbesi oder Aimen Demai bleiben. „Uns wurden dann direkt viele Spieler angeboten. Aber wir haben nur die genommen, von denen wir glauben dass sie zum Team und zur Alemannia passen”, sagt Aussem.

„Schönstes Stadion der Liga”

Zu den Neuen zählt auch Torwart Michael Melka. Er erwartet, dass man in der dritten Liga zunächst in der Rolle der „Gejagten” sein wird. Im „schönsten Stadion der Liga” an der Krefelder Straße werden die Gegner „versuchen uns zu ärgern”, sagt Melka. Dagegenhalten will die Alemannia nicht zuletzt mit Rückkehrer Marcel Heller, dem „blitzschnellen” und in der Vorbereitung treffsicheren Timmy Thiele oder dem Schweden Freddy Borg, der gerade noch kräftig Deutsch büffelt. Sie alle - und die anderen Neuzugänge - stehen auf der Bühne in Talkrunden bei Stadionsprecher Robert Moonen Rede und Antwort.

Wer ein Autogramm von den Spielern haben will, muss Zeit mitbringen. Bei der Autogrammstunde reicht die Schlange der wartenden Fans bis zur CHIO-Brücke.

Auch schwarz-gelbe Schals, Pullis, Mützen oder Kappen sind heiß begehrt. Der Zugang zum proppevollen Fan-Shop muss zeitweise von Ordnern reguliert werden. Zudem können sich die Besucher den Team-Bus anschauen. Es gibt Stadiontouren und ein Spiel zwischen der Alemannia-Traditionsmannschaft und einer Fanauswahl. Für die Dauerkarteninhaber startet zudem der Vorverkauf für das DFB-Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach - auch das sorgt für lange Warteschlangen. Bis zum späten Nachmittag stehen die Fans an, um Karten für das Schlagerspiel am 18. August zu erstehen.

Genügend Ausdauer, um jeden Fan zufriedenzustellen haben die Alemannia-Kicker jedenfalls. Schließlich haben sie im Trainingslager in Bitburg ordentlich Kondition gebolzt. „Wir haben den Grundstein dafür gelegt, ein Spiel auch noch ab er 75. Minute umzubiegen”, sagt Trainer Aussem.

Die Saisonziele gibts später

Trotz dieser Grundlagen scheut Aussem eine Prognose für die kommende Spielzeit derzeit wie der Teufel das Weihwasser. Die Mannschaft müsse sich erst finden und in der dritten Liga ankommen. Nach acht bis zehn Spielen werde man sehen, wo man steht. Dann will Aussem auch über Saisonziele sprechen.
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