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Fans finden Heimat auf Zeit

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:
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Das Fanprojekt hat im ehemaligen Alemannia-Fanshop nun ein Zuhause auf Zeit gefunden. Darüber freuen sich (von links): Vera Schröder (Jugendamt), Robert Jacobs (Alemannia-Fanbeauftragter), Karl Schultheis (AWO-Vorsitzender), Kristina Walther (Projektleiterin), Frithjof Kraemer (Alemannia-Geschäftsführer) und Christian Außem (Polizei). Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Es ist eine Heimat auf Zeit, die das Fanprojekt Aachen nun auf dem Gelände des alten Tivoli gefunden hat. Wie lange es tatsächlich noch dauern wird, bis die Bagger auf dem Areal rollen, ist nicht abschließend geklärt - grob angepeilt ist der Jahreswechsel 2010/2011.

Bis es soweit ist, hat das Fanprojekt dort jedenfalls erstmals ein Zuhause gefunden. Und zwar in dem Bungalow, in dem zu Zeiten des alten Tivoli der Fanshop untergebracht war.

Bis zur Einweihung war das Fanprojekt heimatlos - was die Arbeit von Projektleiterin Kristina Walther nicht unbedingt vereinfachte. Seit November 2008 hat die Diplom-Sozialarbeiterin gemeinsam mit 14 bis 27 Jahre alten Fußballfans, die in der Vergangenheit zum Teil durch Gewaltbereitschaft aufgefallen waren, daher bislang vor allen Dingen Stadionbesuche.

Bewegung in die Angelegenheit

Nachdem Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer sich nun dafür eingesetzt hat, dem Projekt den Bungalow zur Verfügung zu stellen, soll richtig Bewegung in die Angelegenheit kommen. Zu gleichen Teilen von der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Deutschen Fußball-Liga (DFL) sowie der Stadt finanziert, schwebt Kristina Walther nun eine Vereinsheimatmosphäre durch Playstation, Fernseher und Kickertisch vor.

So soll die Gruppe, zu der bislang etwa 30 junge Frauen und Männer zählen, zusammenwachsen. „Über den gemeinsamen Nenner Fußball wollen wir andere Themen ansprechen - etwa Schwierigkeiten Zuhause, in der Schule oder in der Ausbildung”, beschreibt Kristina Walther das angestrebte Ziel des Projektes. AWO-Vorsitzender Karl Schultheis findet: „Das ist gute öffentliche Arbeit. Hoffentlich wird das Projekt durch diesen Motor ausgebaut.”

Theoretisch richtet sich das Fanprojekt an Fußballfans im Allgemeinen, faktisch aber sind die Präferenzen klar - und werden gut sichtbar durch das Logo des Projekts, auf dem neben dem Stadtadler und einem Fußball auch das Alemannia-Wappen Platz gefunden hat. Dementsprechend betrachtet die Alemannia, die eine einmalige Anschubfinanzierung leistete, das Fanprojekt irgendwo auch als „ihr” Projekt. Frithjof Krämer: „Wir haben schon lange mit der DFL darüber gesprochen, dass wir gern ein Fanprojekt etablieren würden. Wir haben an anderen Standorten beobachtet, dass das ein wertvolle Ergänzung zum Club sein kann.”
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