Aachen - Fan-IG: Rest-Präsidium wird das Jahr schon gut zu Ende bringen

Fan-IG: Rest-Präsidium wird das Jahr schon gut zu Ende bringen

Von: Nils Heinichen
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Die Fan-IG mit Sprecher André Bräkling (2. von rechts) an der Spitze fordert eine sachliche Diskussion bei Alemannias Mitgliederversammlung am kommenden Montag. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Wenn am kommenden Montag ab 19 Uhr die diesjährige Jahreshauptversammlung (JHV) von Alemannia Aachen stattfindet, stehen keine Wahlen an. Um sich aber vor der doch wichtigen Mitgliederversammlung auszutauschen, lud die Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans und Fanclubs (Fan-IG) ihre Mitglieder zu einem offenen Diskussionsabend in das Werner-Fuchs-Haus ein.

IG-Sprecher André Bräkling betonte, dass die IG den Mitgliedern keine Vorgaben machen möchte, wie sie sich bei der JHV zu verhalten haben.

Der Abend sollte eher dazu dienen, die Anhänger der IG über die jüngsten Ereignisse im Verein zu informieren. Diskussionspunkte waren beispielsweise die Vereinsstruktur und die Satzung des Vereins. In Hinblick auf die Versammlung erzielten die Mitglieder der IG Konsens darüber, wie sie sich den Ablauf der Versammlung am Montag vorstellen.

„Wir erwarten, dass sich der Verein Zeit für kritische Fragen seiner Mitglieder nimmt und ehrlich mit den begangenen Fehlern umgeht“, erklärt Bräkling. „Der Verein muss ein Konzept haben, wie er sich die Zukunft vorstellt und wie er die Probleme angehen möchte“, ergänzt der IG-Sprecher.

Doch auch an die Mitglieder stellt er gewisse Forderungen. „Es muss sachlich bleiben. Die Veranstaltung ist nicht dafür gedacht, persönlich zu werden und Leute anzugreifen“, wünscht sich Bräkling. Seitens der IG ist man davon überzeugt, dass das jetzige Rest-Präsidium das Jahr gut zu Ende bringen wird.

„Momentan haben wir nur noch ein Rumpf-Präsidium, dem wir aber vertrauen. Im Frühjahr hoffen wir dann auf Neuwahlen auf allen Ebenen“, so der IG-Sprecher.

Für die Jahreshauptversammlung wird die IG keine eigenen Anträge stellen. Allerdings erachten die Mitglieder der IG den aktuellen Stand im Kölmel-Prozess als besonders wichtig. Diesbezüglich erwarten die Fans detaillierte Informationen zum laufenden Verfahren.

Neben der anstehenden JHV der Alemannia standen beim Meinungsaustausch im Werner-Fuchs-Haus auch die Vorkommnisse vom vergangenen Spiel in Essen im Vordergrund, als die Polizei auch gegen friedliche Fans vorging. „Wir begrüßen die Stellungnahme von Herrn Mönning. Er spricht uns aus der Seele“, sagt Bräkling. „Wir wissen, dass der Polizeieinsatz überzogen war. Das darf nicht sein. Allerdings darf man nicht vergessen, dass auch viele Chaoten dabei waren. Der Spagat ist nicht einfach“, so der IG-Sprecher.

Öffentliche Diskussion

Nun wünscht sich die IG, dass „es der Verein nicht dabei belässt“ und „nötige Maßnahmen einleitet“. „Wir vertrauen dem Verein. Fakt ist, der Polizeieinsatz hätte so nicht stattfinden dürfen“, stellt Bräkling klar. Bereits in den vergangenen Wochen war eine öffentliche Diskussion darüber entbrannt, dass Polizisten äußerst hart gegen Fans vorgingen.

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