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Fairer Handel: Inda-Schüler erhalten Lob aus Guatemala

Von: Martina Stöhr
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Faire Bananen, fairer Kaffee, fairer Handel: Das Inda-Gymnasium ist offiziell „Fairtrade School“. Foto: Harald Krömer

Aachen. Als große Ehre bezeichneten es Schüler des Inda-Gymnasiums, dass Gerardo de Leon als Vertreter einer Kaffee-Kooperative aus Guatemala ans Inda-Gymnasium gekommen war, um über die Kaffee-Produktion in seinem Land und Fairen Handel zu sprechen. „Glauben Sie nicht, dass das wenig ist, was Sie tun“, sagte de Leon.

Durch den Fairen Handel würden Tausende von Kleinbauern in seinem Land unterstützt. Und das trage auch dazu bei, dass die ländliche Bevölkerung nicht in die Städte abwandere oder emigriere. So konnten die Schüler des Inda-Gymnasiums aus erster Hand erfahren, welche Bedeutung ihr Engagement für ein Land wie Guatemala hat. Und das fanden die Schüler faszinierend. „Im Internet liest man zwar darüber“, sagte beispielsweise Yannik Wefers. „Aber es ist doch ganz anders, es von de Leon zu hören.“

Seit Jahren schon engagiert sich das Inda beim Fairen Handel. „Global denken und lokal handeln“ sei der Leitspruch der Schule, sagte Schulleiter Arthur Bierganz, und da passe der Fair-Trade-Gedanke ganz wunderbar hinein. Seit vier Jahren gibt es einen sogenannten „Fair-o-mat“ an der Schule, an dem die Schüler fair gehandelte Produkte ziehen können. Außerdem wurde eine Projektgruppe „Fairer Handel“ gegründet. Seit Mai 2013 ist das Inda „Fairtrade School“. Das heißt unter anderem: Fairer Handel ist im Unterricht immer wieder Thema, und Schüler organisieren Verkaufsstände, an denen sie fair gehandelte Produkte wie Schokolade, Kaffee, Bananen oder sogar auch mal Weihnachtsdeko verkaufen. Dieser Titel wurde im vergangenen Mai für zwei weitere Jahre erneuert.

„Das macht sehr viel Spaß“, meinen Yannik Wefers und Julius Meier, die dabei helfen, die Verkaufsaktionen zu organisieren. Es sei immer wieder überraschend, wie viele Kinder zu den Verkaufsständen kämen. „Sie alle mögen das und finden es toll, dass es fair gehandelte Produkte gibt“, sagen sie. Und so ist auch de Leon überzeugt, dass heute niemand mehr fair gehandelte Produkte aus Mitleid kauft, sondern vor allem auch, weil sie von guter Qualität sind.

Neben dem Fair-Trade-Gedanken engagieren sich die Schüler auch in Flüchtlingsfragen. So hat das Inda nicht nur 300 Flüchtlinge in der Turnhalle beherbergt, sondern darüber hinaus sorgen Schüler des Projektkurses „Globale Gerechtigkeit“ zum Beispiel auch dafür, dass Flüchtlingskinder so etwas wie Freizeit erleben können: sei es beim gemeinsamen Malen oder bei einem Besuch im Zoo.

„Flucht und Fairer Handel können eben auch schon einmal eng zusammenhängen“, meint Doris Nellessen-Wefers, Leiterin des Schulteams. Denn durch Fairen Handel könnten Fluchtursachen beseitigt werden. Gerardo de Leon jedenfalls machte den Schülern sehr viel Mut und zeigte sich gerührt ob der vielen Aktivitäten am Inda-Gymnasium.

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