Extraschichten fürs Standesamt: 36 Paare buchen den 12.12.2012

Von: Margot Gasper
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Ein Datum, das keiner so schne
Ein Datum, das keiner so schnell vergisst: Am 12.12.12 geben sich allein in Aachen 36 Paare das Ja-Wort. Getraut wird im Standesamt, im Weißen Saal und in der Welschen Mühle. Foto: imago/Gerhard Leber

Aachen. Lothar Linden hat nur eine Sorge: dass seine Stimme vielleicht nicht durchhält. Für den Zwölften im Zwölften 2012 hat sich der Chef des Aachener Standesamts immerhin die stolze Zahl von 14 Trauungen vorgenommen.

Allein 14 Paare wollen sich an diesem eingängigen Datum in den Räumen des Standesamts an der Krämerstraße das Ja-Wort geben. Dazu kommen noch zwölf Trauungen im Weißen Saal des Rathauses und zehn Hochzeiten in der Welschen Mühle in Haaren.

36 Trauungen an einem Tag, das hat es seit vielen Jahren nicht gegeben in Aachen, auch nicht im traditionell „heiratsstarken” Monat Dezember. Schon früh habe man sich darauf eingestellt, dass „12.12.12” als Heiratsdatum ein Renner sein würde, erzählt Linden. „Deshalb hatten wir die Idee, insgesamt dreimal zwölf Trauungen möglich zu machen.” Natürlich wurde das Angebot gerne angenommen. Mittlerweile sind alle Termine für den Mittwoch mit dem eingängigen Datum vergeben.

Paare, die nichts dem Zufall überlassen wollten, ließen sich ihr Traumdatum schon ein Jahr im Voraus reservieren. In Aachen geht das nämlich, erklärt der Chef des Standesamts. Offiziell zur Eheschließung anmelden konnten sie sich aber erst ein halbes Jahr vor dem Hochzeitstermin. So will es das Gesetz.

Andere Paare hatten die Idee mit der Hochzeit am 12.12.2012 offenbar eher spontan. „Vor vier Wochen hatten wir für den Tag sogar noch sechs Termine offen”, erinnert sich Linden.

Nun aber, wie gesagt, ist nichts mehr frei. Um 9 Uhr morgens startet der Hochzeitsmarathon im Weißen Saal, um 9.20 Uhr begrüßt Linden im Standesamt das erste Paar. Ausnahmsweise wird am Zwölften im Zwölften 2012 an der Krämerstraße auch nachmittags getraut. Und wenn der Standesbeamte gut bei Stimme ist, dann erklärt er kraft seines Amtes 14-mal zwei Leute zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten.

„Die Trauzeremonie wird aber auch an diesem besonderen Tag keine Abfertigung wie am Fließband”, versichert Linden. Für jede Trauung sei der übliche Zeitrahmen von 20 bis 30 Minuten reserviert.

Aber fallen einem Standesbeamten auch bei der 14. Trauung an einem Tag noch ein paar feierliche und vor allem persönliche Worte ein? Lothar Linden hat da gar keine Bedenken.

Außerdem nutzen viele Paare gerne die Möglichkeit, kurz vor dem Hochzeitstermin ein paar Angaben ins Standesamt zu schicken. So kann der Standesbeamte seine Rede mit der einen oder anderen netten Anekdote übers Brautpaar zu einer sehr persönlichen Sache machen.

Heiratswillige, die die Superzahl 12.12.12 nun nicht mehr für den Start ins Eheleben nutzen können, haben aber vor Jahresende noch eine Chance auf einen Hochzeitstag, den man nicht zu leicht vergisst.

Schließlich gibt es im Dezember noch ein weiteres schönes und eingängiges Datum: Der 20.12.2012, der Donnerstag vier Tage vor Heiligabend. „Alle acht Termine, die wir an dem Tag im Standesamt haben, sind schon vergeben”, berichtet Lothar Linden. „Für den Weißen Saal aber hätten wir aktuell noch drei Termine frei.”
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