Extrarunden für die Blütenpracht am Europaplatz

Von: Werner Czempas
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Lassen Blumen sprechen: Paul Gronen (re), der Leiter der Stadtgärtnerei, hat mit seinen Leuten den Europaplatz verschönert. Dezernent Lothar Barth (li) verteilt deshalb artig Komplimente. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Besucher der Stadt, die aus Richtung Köln über die Autobahn per Bus oder Pkw anreisen, geraten am Europlatz in Verzückung. „Wie wunderschön!“ rufen sie und fahren zweimal ums Rondell. Einmal rund und noch einmal, um sich an einer Blumenorgie in Blau und Gelb zu berauschen. Das ist der Traum, das ist das Wunschbild des städtischen Beigeordneten Lothar Barth. Es kann, es soll so kommen.

Denn für das östliche Entree der Stadt, den Europaplatz, haben sich die städtischen Gärtner mächtig ins Zeug gelegt. Sie haben 18 kegelförmige Blumenkaskaden bepflanzt und sie am Europaplatz in regelmäßigen Abständen auf einem 320-Meter-Kreis innerhalb des Brunnens rund um die große Fontäne platziert. Dezernent Lothar Barth, zuständig für Personal und Organisation, und Paul Gronen, im Aachener Stadtbetrieb Leiter der Stadtgärtnerei und im Fachjargon ein „Gärtnermeister Blumen- und Zierpflanzenbau“, lieferten vor Ort Einzelheiten.

Technische Daten: Jede aus feuerverzinktem Eisen gefertigte Kaskade knapp zweieinhalb Meter hoch. Pro Kaskade zwölf Etagen mit insgesamt 120 Pflanzen bestückt: blaue und gelbe Hängepetunien, pflegeleicht, als Willkommensgruß der Europastadt Aachen in Europas Farben. Jeder Blumenkegel uni, Blau und Gelb in wechselnder Folge. Insgesamt also 2160 Petunien, jede Pflanze in voller Pracht mit bis zu 15 000 Blüten, was für ein blau-gelb wogendes Meer aus 270 000 Blüten sorgen soll. 1,5 Kubikmeter Erde in jedem Kaskadengerüst. Ausgeklügelte Bewässerung über ein innenliegendes Schlauchsystem.

Natürlich soll der blühende Europaplatz nicht nur die Besucher begeistern und will die Stadt sich nicht nur zum bald beginnenden Reitturnier von ihrer besten Seite zeigen. „Wir wollen Aachen grüner und blühender machen, damit wir unseren Besuchern und unseren Bürgern eine schöne Stadt bieten können“, sagt Lothar Barth. Er bewundert die phantasievolle Kaskaden-Idee für den Europaplatz und verteilt artig „Komplimente an alle im Stadtbetrieb“. Der Dezernent, gelegentlich mit dem Stadtbetrieb überkreuz, ist spürbar auf gut Wetter aus und legt noch eins drauf: „Als Tourismus- und Europastadt braucht Aachen weiterhin eine eigene Stadtgärtnerei, das ist kreativer und kostengünstiger.“ War da was?

Der Gärtnermeister Blumen- und Zierpflanzenbau Paul Gronen, Chef der Stadtgärtnerei, blickt zufrieden über den Europaplatz. 250 Mitarbeiter schaffen in der städtischen Abteilung Grünpflege innerhalb des Stadtbetriebs. Was alle Bürger erfreut beobachten konnten in den vergangenen Wochen in städtischen Parks und auf Plätzen: Aachens Grünpfleger sind auf Zack, ob im Kurpark Burtscheid oder an der Monheimsallee oder, oder, oder - farbenfroh grünt und blüht es ringsum. Es gibt sogar Lob und Aufmunterung von Bürgern, plaudert Gronen, etwa „Sieht ja klasse aus, super!”

Warten auf die Sonne

Ein paar meckern trotzdem: „überflüssig, zu teuer“. „Aber das Positive überwiegt“, freut sich Gronen. Rund 120 000 Pflanzen haben die städtischen Grünpfleger in den vergangenen Wochen aufgezogen. Jetzt werden noch einmal 13 000 für den CHIO gesetzt.

Noch verharren die Petunien am Europaplatz in ihren Kaskadentürmen leicht eingeschüchtert und blüh-scheu. Fühlen sich wohl noch fremd. „Wir brauchen Sonne, Sonne, Sonne“, sagt Paul Gronen, damit die Blüten farbenprächtig spektakulär aufgehen und von den blau und gelb dick und dicht anschwellenden Kaskaden stürzen. Und damit die Touristen und Aachener voller Entzücken ihre Runden um den Europaplatz drehen und drehen . . .

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