Aachen - Exakt 2633 Runden, die Kindern helfen

Exakt 2633 Runden, die Kindern helfen

Von: Tim Griese
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Und noch eine Runde: 4440 Euro haben die Kinder der Grundschule Richterich bei ihrer Benefizveranstaltung erlaufen. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Der Park von Schloss Schönau glich mehr einem kleinen Laufstadion als einem grünen Idyll der Erholung. 230 Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Richterich schnürten die Laufschuhe und beackerten die Rundstrecke am Wasserschloss Runde um Runde für einen guten Zweck.

Mit dem jährlichen Benefizlauf der Schule wurde erstmals die bundesweite Aktion „Kinder laufen für Kinder”, die den SOS-Kinderdörfern in Deutschland dient, unterstützt. Jeder Schüler konnte sich im Vorfeld des Laufes einen Sponsor suchen, der einen Fix- oder Rundenbetrag für die errungene Leistung versprach.

Über 4400 Euro waren am Ende im Pott und die Schule mit der Ausbeute und dem Verlauf des sportlichen Vormittags mehr als zufrieden. „Mit einer derart hohen Summe haben wir nicht gerechnet”, staunte Sportlehrer Wolfgang Seiler. 2633 Runden, jede 500 Meter lang, wurden zurück gelegt, was einer Distanz von 1316,5 Kilometern entsprach.

Los ging es zunächst für die Erst- und Zweitklässler, dann für die Kinder der dritten und vierten Schuljahre, mit einem ordentlichen Aufwärmprogramm. Mit Seiler an der Spitze folgte eine Einführungsrunde, die dem Pädagogen mit einem Stempel auf der Stirn honoriert wurde. Für jede abgeschlossene Runde bekamen auch die Schüler die bunten Auszeichnungen, die auf den Armen gesammelt und am Schluss stolz präsentiert wurden.

Im Start- und Zielbereich und entlang der Strecke feuerten viele Helfer und Eltern die jungen Läufer an. „Wir haben uns wochenlang auf den Termin vorbereitet”, verriet Seiler. „Die Bundesjugendspiele können kommen.”

Die Essenz des Spendenlaufes hob Konrektor Jörg Funk hervor. „Das Tolle ist die Kombination von Sport und sozialem Engagement”, sagte er. „Dass die Schüler etwas für andere Kinder tun können, spornt sie an.” Das ging so weit, dass sich beim Lauf auch der eine und andere bislang unentdeckte Wunderläufer zu erkennen gab. Die Höchstleitungen beliefen sich auf 17 bis 18 Runden und brachten damit die Geld stiftenden Eltern und Großeltern mit ungeahnten Leistungen in argen Zugzwang.

„Die Sponsoren unterschätzen oft die Fähigkeiten ihrer Zöglinge”, berichtete Funk lachend. So genau werde die Abrechnung aus diesem Grund auch nicht genommen: „Wir nehmen alles, was kommt”, sagte er. „Denn jeder Cent zählt!” Neben den Kinderdörfern hat auch die Schule finanziell etwas vom Benefizlauf: Zehn Prozent der Gesamtsumme dürfen schulintern genutzt werden. Damit sollen der Schulhof neu gestaltet und Bücher für die Schulbibliothek gekauft werden.
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