Aachen - Ex-Kreissparkassenchef Gerhard Felder ist gestorben

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Ex-Kreissparkassenchef Gerhard Felder ist gestorben

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Jenseits von Aktienkursen interessierte sich Gerhard Felder sehr für Literatur. Vergangenen Dienstag verstarb der Ex-Kreissparkassenchef. Das Foto in seinem Arbeitszimmer stammt aus dem Jahr 1998. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Trauer um Gerhard Felder: Der frühere Vorstandsvorsitzende der ehemaligen Kreissparkasse Aachen ist am vergangenen Dienstag, 16. November, kurz vor der Vollendung seines 85. Lebensjahres gestorben. Er war verheiratet und hatte einen Sohn. 49 Jahre lang war er für die Sparkassen-Finanzgruppe tätig.

Geboren am 6. Dezember 1927 wuchs Gerhard Felder auch in seinem Geburtsort Jülich-Koslar auf. Nach den Kriegswirren fand er als 16-Jähriger schon zur Sparkasse, wo er eine Ausbildung bei der ehemaligen Kreis- und Stadtsparkasse Jülich begann. Hier lernte der vielseitig interessierte Banker die Grundlagen des Geschäfts kennen. Nebenbei war er auch zehn Jahre lang als freier Mitarbeiter für die frühere Jülicher Volkszeitung tätig, schrieb selbst Berichte über Goldhochzeiten und Schützenfeste.

Als er im November 1959 zur Kreissparkasse Aachen wechselte, entwickelte sich seine berufliche Karriere erfolgreich weiter. 1964 wurde der „Selfmademan“ als Leiter des Vorstandssekretariates zum Verhinderungsvertreter des Vorstandes ernannt. Nicht zuletzt wegen seines umfassenden Fachwissens und seiner unternehmerischen Qualitäten wurde Gerhard Felder 1969 in den Vorstand der Kreissparkasse Aachen berufen, dessen Vorsitz er 1986 übernahm.

Sensibilität und Weitblick

Zum Jahresende 1992 verließ der von Freunden auch als „Philosoph“ bezeichnete Vorstandsvorsitzende seinen Chefsessel und verabschiedete sich in den Ruhestand – damals ohne viel Brimborium, stattdessen unterstützte er Kindergärten. Überhaupt lag ihm die Jugend sehr am Herzen. Er vermittelte jungen Leuten in dem Unternehmen das ehrliche Gefühl, dass es auf jeden ankommt.

Zuvor hatte er mit viel Sensibilität und Weitblick nicht nur die Geschicke der Kreissparkasse geleitet, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Vereinigung der beiden Aachener Sparkassen im Januar 1993 geleistet. Somit hat er auch wesentlich die Grundlage geprägt für das heutige erfolgreiche Wirken der Sparkasse Aachen.

Neben zahlreichen Ehrenämtern galt sein Engagement auch vielen kulturellen und sozialen Einrichtungen. Jenseits von Aktienkursen und Saldozahlen investierte der Kulturliebhaber schon vor seinem Ruhestand viel Zeit in Kunst und Literatur. Gerhard Felder hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Von ihm stammt auch der Satz: „Ein Leben ohne Literatur ist ein Leben ohne erfahrene Liebe.“

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