„Eurojugend”: 200.000 Euro für den Anbau

Von: Nadine Preller
Letzte Aktualisierung:
eurojugend3p
Mehr Platz für die Kinder- und Jugendarbeit: Minister Armin Laschet (hinten) überbrachte die guten Nachrichten. Der Erweiterungsbau soll behindertengerecht werden. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Denkt Armin Laschet an die Momente seiner Jugend, in denen er fürs Leben gelernt hat, dann seien das nicht der Schulunterricht oder die Uni gewesen. „Die Schülervertretung und die Kirchenpfarre, Orte, in denen soziales Engagement gefragt war, das waren die Lernorte für gesellschaftliches Miteinader”, betont der CDU-Minister.

„Wenn ich heute wichtige Entscheidungen in der Politik fällen muss, denke ich an diese Zeiten zurück.” In diesem Sinne zuckte der Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration auch nicht mit der Wimper, als er das „Wertepapier” in Höhe von 200.000 Euro für den Erweiterungsbau des Kinder- und Jugendforums „Eurojugend” unterzeichnete.

„Bewusst Wertepapiere und nicht Wertpapiere, da wir hier Werte an die jungen Menschen vermitteln”, erklärt Geschäftsführerin Susanne Kotulla die Idee des Schriftzuges. „Täglich leben wir mit jungen Menschen aus über 25 Nationen Toleranz und Hilfsbereitschaft.”

Genau diese Werte solle auch der Erweiterungsbau vermitteln. „Schon lange überlegen wir, wie wir Rollstuhlkinder besser integrieren können”, sagt Kotulla. „Bis jetzt war das mit viel Aufwand wie improvisierten Rampen verbunden.”

Beim Anbau soll alles anders werden: Ein Aufzug, behindertengerechte Toiletten und die Verbindung mit dem bestehenden Bau auf einer Bodenebene sind nur einige Vorzüge. Einen weiteren Vorteil erläutert der „Eurojugend”-Vorsitzende Benno Pauls: „Die Ferienspiele sind stets ausgebucht, wöchentlich besuchen uns über 200 Kinder. Mit zusätzlichen 230 Quadratmetern haben wir endlich mehr Platz für unsere Kinder- und Jugendarbeit”

Dass die Idee eine Stange Geld kostet, bestreiten die Beteiligten gar nicht. „Eine halbe Million kostet der Bau. Nach den Zuschüssen vom Land und mit bereits gesammelter Spenden fehlen uns noch 105000 Euro,” sagt Kotulla. „Diese sollen in Eigenarbeit durch Events und Spendenaktionen finanziert werden.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert