Aachen - Eurogress macht weniger Verlust als befürchtet

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Eurogress macht weniger Verlust als befürchtet

Von: Werner Breuer
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Aachen. Beim Blick auf die Bilanz ist Kristina Wulf durchaus zufrieden. „Das ist eine Meisterleistung“, meint die Geschäftsführerin des Eurogress. Dabei steht unter dem Strich zwar ein rote Zahl, aber die hätte schlimmer ausfallen können: Mit einem Minus von rund 1,7 Millionen Euro schließt das Kongress- und Veranstaltungszentrum das Jahr 2012 ab.

Damit liegt das vorläufige Ergebnis immer noch um 246.000 Euro über den Erwartungen, eingeplant waren fast zwei Millionen „Miese“.

Der städtische Eigenbetrieb wird wohl immer ein Zuschussgeschäft bleiben, weil immer wieder investiert werden muss. Seit 2001 hat das Eurogress über 20 Millionen Euro in die Hand genommen, um den Anforderungen der Kundschaft gerecht zu werden. Auch im vergangenen Jahr wurde kräftig modernisiert. Konferenzräume wurden umgebaut, es entstand eine flexiblere Raumkonzeption und die Technik ist auch erneuert worden. „Die Beamer hängen jetzt unter der Decke“, sagt Kristina Wulf.

Zeit und Geld investiert

Solche Maßnahmen wirken sich in der Bilanz gleich doppelt aus: Neben dem Geld kosten sie auch Zeit. An 68 Tagen wurde im vergangenen Jahr herrschten die Techniker in der Konferenzräumen, für Veranstaltungen standen sie deshalb nicht zur Verfügung. Belegt mit Tagungen, Konzerten, Messen oder auch Karnevalssitzungen war das Haus an der Monheimsallee im vergangenen Jahr an 247 Tagen. Wenn die Eurogress-Geschäftsführerin die Umbauzeit hinzuzählt, kommt sie zu dem Schluss: Viel mehr als die 265 Veranstaltungen des letzten Jahres – sechs weniger als in 2011 – wären im Terminkalender auch nicht mehr unterzubringen gewesen.

Für die Stadt ist dabei nach Wulfs Berechnungen allerhand abgefallen. Von rund 190.000 Besuchern pro Jahr kämen etwa 70.000 zu Tagungen und Kongressen, circa 28.000 davon würden dabei auch in Aachen übernachten. Nach Berechnungen von Statistikern geben sie pro Kopf zwischen 200 und 250 Euro hier aus, macht jährlich 9,1 Millionen Euro im Jahr. Nimmt man die statistischen Durchschnittsausgaben der Tagesbesucher hinzu, dann dürfte die Eurogress-Kundschaft im vergangenen Jahr fast 15 Millionen Euro in der Stadt gelassen haben.

„2013 wird ein gutes Jahr“

Auch beim Blick nach vorn ist die Eurogress-Chefin zufrieden: „2013 wird ein gutes Jahr“, meint Kristina Wulf. Gebucht sind bereits 19 Unterhaltungsveranstaltungen, erfahrungsgemäß kommen weitere hinzu. Im Terminkalender steht schon die ü-30 Party „360 Grad“ am 1. Juni, Herman van Veen am 25. Oktober, Jürgen B. Hausmann mit seinem neuen Programm am 1. Dezember und das Weihnachtskonzert „Gold und Silber“ am 15. Dezember. Neben Theateraufführungen, Börsen, Hauptversammlungen und Betriebsfesten werden im Eurogress allein fünf Abi-Bälle stattfinden.

Der doppelte Abiturjahrgang führt offenbar dazu, dass solche Veranstaltungen mehr Platz brauchen. Neu geregelt ist die Verantwortung für das leibliche Wohl der Besucher: Zum 1. August wird die „Lemonpie Eventmanagement und Catering GmbH“ die Gastronomie im Eurogress übernehmen. Die Entscheidung für das Kölner Unternehmen war gemeinsam mit dem Betriebsausschuss getroffen worden.

Seinen festen Platz in der Eurogress-Bilanz hat inzwischen auch der Bendplatz. Kristina Wulf hält die Bewirtschaftung des Areals an der Kühlwetterstraße für eine „wichtige Säule“. An 185 Tagen war der Platz im vergangen Jahr belegt, neben Oster- und Sommerbend fanden hier drei Messen, fünf Märkte und vier Zirkusveranstaltungen statt. In diesem Jahr wird unter anderem der Zirkus Krone hier erwartet. „Der Bend hat sich positiv entwickelt“, meint Kristina Wulf. Verbesserungswürdig ist allerdings noch das Wetter: Bei der Eröffnung des Osterbends hat die Eurogress-Chefin jedenfalls bitterlich gefroren.

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