Aachen - Eurogress: Ganz schlechte Noten für Speis und Trank

Eurogress: Ganz schlechte Noten für Speis und Trank

Von: ast
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Aachen. Kristina Wulf, Geschäftsführerin des Eurogress, konnte den anwesenden Kommunalpolitikern in Sachen „Kundenzufriedenheit” wirklich stolze Zahlen präsentieren. In fast allen Bereichen bewegten sich die jüngsten Zustimmungsraten im 75- bis 98-Prozent-Bereich, nur an einer Stelle gab es einen kapitalen Ausreißer - bei der Gastronomie.

Bei kläglichen 50 Prozent landeten dort die Werte, in den Rubriken „Preis-Leistungs-Verhältnis” oder „Qualität der Speisen” sah es noch übler aus. Allgemeine Ansicht: So kann das nicht bleiben.

Problem fürs Eurogress: In Sachen Speis und Trank versorgt man sich nicht selbst, sondern nimmt die Dienste der benachbarten Casino-Gastronomie in Anspruch. Seit Jahren, und offensichtlich gibt es die Probleme mit der Beköstigung auch nicht seit gestern. Die Behebung der offensichtlich vorhandenen Mängel ist nach Auskunft der Eurogress-Leitung immer wieder angemahnt worden, bis zur Kündigung des Exklusivvertrags habe man es bislang jedoch nicht kommen lassen wollen.

Die Mitglieder des Eurogress-Betriebsausschusses zeigten sich jedenfalls wenig erbaut, als sie die jüngsten Umfragewerte erfuhren, und mahnten dringend ein Umsteuern an. Wirklich Neues haben die meisten Kommunalpolitiker wohl nicht erfahren - ihren Wortmeldungen war zu entnehmen, dass sie auch in persona keine allzu erfreuliche Bekanntschaft mit der Materie gemacht haben.

So erklärte Hermann Josef Pilgram (Grüne), die „sehr dramatischen” Umfrageergebnisse entsprächen eigenen Erfahrungen. Ganz schlecht sei, wenn das ansonsten bestens aufgestellte Eurogress aus diesem Grunde Kunden verlieren würde, „auch für die jeweiligen Veranstalter ist das ja blöd”.

Karl-Heinz Hausmann (FDP) sagte gar, ihm werde „angst und bange” bei der ganzen Geschichte, „ein normaler gastronomischer Betrieb wäre nach einem halben Jahr weg vom Fenster” bei der genannten Sachlage. Auch Franz-Josef Plum von der CDU teilte mit, das „erschreckende Ergebnis” werde gedeckt durch selbst gemachte Stichproben. Er empfahl, den (jährlich kündbaren) Vertrag mit der Casino-Gastronomie nicht automatisch zu verlängern, zumindest vorher den Ausschuss zu kontaktieren. Dessen Vorsitzende Rosa Höller-Radtke (SPD): „Gibt es denn keine Alternative?”

Die wird es geben, aber vorerst soll der ganz dicke Hammer nicht rausgeholt werden. Die Eurogress-Chefin versicherte, zuletzt hätten sehr intensive Gespräche mit den Vertragspartnern stattgefunden, nun müsse man ihnen auch die Chance geben, zu neuen Ufern aufzubrechen. Allerdings: Wenn alle Appelle nichts fruchteten, müsse man sich wirklich was Neues überlegen.
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