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„Euregioprojekt Frieden“ organisiert zum 18. Mal die Aachener Friedenstage

Von: Martina Stöhr
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Aachen. Politik als Kunst des Zusammenlebens in Frieden und Freiheit: Dieses Leitmotiv hat sich das „Euregioprojekt Frieden“ auf die Fahnen geschrieben und organisiert in diesem Jahr zum 18. Mal die Aachener Friedenstage.

 Auf dem Programm stehen Vorträge, eine Kunstaktion und eine Vorführung des „rohestheater“. „Anlass für die ersten Friedenstage war der Einmarsch der Nato in Jugoslawien“, sagt Veronika Thomas-Ohst vom „Euregioprojekt Frieden“. „Der war damals völkerrechtswidrig, und auch daran wollen wir immer wieder erinnern.“ Ihrer Meinung nach werden immer mehr Menschen aktiv, um sich für den Frieden einzusetzen. Sie bekommen nun Gelegenheit, sich von März bis April intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Den Auftakt macht Dr. Rolf Gössner aus Bremen am Freitag, 24. März, um 18.30 Uhr in der Annakirche, Annastraße 35. Unter dem Titel „Angst- statt Sicherheitspolitik“ beleuchtet er die aktuelle Lage und meint, dass der Westen mit seiner Politik die eigenen Feinde herangezüchtet habe. Außerdem sei er mitschuldig an Ausbeutung, Krieg, Terror und Elend und damit letztendlich auch für die Flucht von Millionen von Menschen mitverantwortlich. Gössner ist Publizist und Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte.

Ebenfalls am Freitag, 24. März, lädt das „rohestheater“ um 20 Uhr zur Premiere in die Mies-van-der-Rohe-Schule, Neuköllner Straße 15, ein. „Weltenbrand – Geschlechterkampf – Kassandra“ ist der Titel des neuen Stücks, das auf die aktuellen weltpolitischen Brandherde Bezug nimmt. Es stützt sich dabei auf Christa Wolfs Roman „Kassandra“, der in zeitloser Form das Aufkommen des Krieges und dessen Ursachen und Mechanismen thematisiert. Weitere Informationen zum Stück, die gesamten Aufführungstermine und Tickets gibt es unter www.rohestheater.de.

Dr. Werner Rügemer aus Köln setzt das Programm am Freitag, 28. April, im Haus der Evangelischen Kirche, Frère-Roger-Straße 8-10, fort. Der Journalist und Buchautor liefert unter dem Titel „Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet“ transatlantische Sittenbilder aus Politik, Wirtschaft, Geschichte und Kultur. Er sagt unter anderem: „Frieden, Wohlstand und Demokratie waren ein taktisches Zugeständnis auf Zeit, gemacht von mächtigen Opportunisten und Populisten diesseits und jenseits des Atlantiks.“

Installation in der Citykirche

Neben den Vorträgen qualifizierter Referenten steht auch in diesem Jahr wieder eine Kunstaktion auf dem Programm. Am Freitag, 5. Mai, gibt es in der Citykirche um 18.30 Uhr eine Kirchenrauminstallation und eine Performance. Unter dem Titel „Kunst Macht Frieden“ kommen Künstler verschiedener Richtungen zusammen und arbeiten an einem Projekt. Gerda Zuleger und H.-W. Menges-SPELL präsentieren eine Installation mit dem Titel „Die Opfer sind nicht nur die Anderen“.

„Wir wollen neugierig machen und die Leute motivieren, genau hinzugucken“, sagt Gerda Zuleger. Sie ist ebenso wie die anderen Künstler davon überzeugt, dass die Betrachtung und Auseinandersetzung mit Kunst neue Sichtweisen auf das Thema Frieden eröffnet. Mit von der Partie sind auch der bildende Künstler Gerd Lebjedzinski, die Schauspielerin Barbara Portsteffen, der Rezitator Andreas Grude aus Belgien, die Butoh-Tänzerin Mieke Verhooren aus den Niederlanden und die Musiker Lasse Lemmer und Stephan Heinen.

Abgesehen von den Vorführungen des „rohestheater“ ist bei allen anderen Veranstaltungen der Eintritt frei. Jürgen Groneberg vom Evangelischen Erwachsenenbildungswerks freut sich schon jetzt auf die einzelnen Angebote. Sie lieferten unterschiedliche Zugänge zum Thema Frieden, meinte er.

Inzwischen kooperieren das „Euregioprojekt Frieden“ und das Evangelische Erwachsenenbildungswerk zum fünften Mal bei der Organisation der Aachener Friedenstage.

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