Euregiobahn-Strecke: Der Zug soll bis Belgien fahren

Von: jül/mg
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Aachen/Stolberg. Die Grenze nach Belgien rückt in Sichtweite, die Pläne der Stolberger Euregio-Verkehrsschienennetz GmbH (EVS), die Bahnlinie zwischen dem Haltepunkt Stolberg-Altstadt und der Bundesgrenze hinter Walheim zu reaktivieren, nehmen an Fahrt auf. Nach Informationen unserer Zeitung, hat die EVS bei der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) einen entsprechenden Einplanungsantrag für den Personenverkehr gestellt.

In zwei Abschnitten, zuerst bis Breinig, dann an Walheim vorbei bis zur Grenze ist der Ausbau der Strecke für die Euregiobahn angedacht. Die Vision sieht vor, weiter über Raeren den Bahnhof Eupen anzusteuern und so eine weitere Lücke im euregionalen Schienennetz zu schließen.

Eine Idee, die auch bei der Industrie- und Handelskammer Aachen auf offene Ohren stößt. „Die Euregiobahn ist seit vielen Jahren ein Erfolgsmodell“, sagt Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer. Vor allem Pendler stiegen immer häufiger vom Auto auf andere Verkehrsträger wie die Euregiobahn um.

„Eine Verlängerung der Euregiobahn bis Breinig würde dem Mobilitätsbedürfnis der Menschen in unserer Region sehr entgegenkommen“. Man sollte auch die Reaktivierung der Strecke über Walheim bis zur Bundesgrenze prüfen: „Mit einer Durchbindung bis nach Eupen“, betont Bayer. Denn „die grenzüberschreitenden Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der Euregio Maas-Rhein sind ausbaufähig und eine zwingende Voraussetzung dafür, dass unser Grenzraum zu einem gemeinsamen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zusammenwächst.“

Positive Signale kommen auch aus der Stadt Aachen. „Grundsätzlich befürworten wir das“, erklärte Bau- und Planungsdezernentin Gisela Nacken.

Der NVR will bereits im Juni über die Stolberger Wünsche in seinen politischen Gremien beraten. Derzeit wird der Antrag im Rahmen der Priorisierungsverfahren für die Aufnahme neuer Fördermaßnahmen bewertet. Nach Informationen unserer Zeitung geht es um ein Projekt mit einem Volumen von 45 Millionen Euro.

Zwischen der Bundesgrenze und dem Haltepunkt Stolberg-Altstadt müssten gut 13 Kilometer Gleisstrecke und zwei Viadukte erneuert werden.

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