Euregio Wirtschaftsschau zieht auf das Gelände des ALRV in der Soers

Von: Marika Spille und Werner Breuer
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Große Pläne: Raphaela Acker, Ragnar Brockschnieder, Frank Kemperman und Norbert Herrmanns (v. links). Foto: Harald Krömer

Aachen. „Muss i denn zum Städtele hinaus“, singen die CHIO-Besucher traditionell beim Abschied der Nationen. Diese rethorische Frage haben die Macher der Euregio-Wirtschaftsschau mit einem klaren Ja beantwortet. Sie ziehen mit ihrer Verbrauchermesse vom Bendplatz hinaus zum Reitturniergelände, wo immer so schön gesungen wird.

Das ist natürlich nicht der Grund, nach 27 Jahren „die Location zu wechseln“, wie es Norbert Hermanns formuliert. Der Geschäftsführer der Euregio Messen GmbH verweist auf „berechtigte Beschwerden“ von Besuchern seiner Wirtschaftsschau, die ausreichende Parkplätze vermissen. Auf den sonst dafür genutzten Flächen am Westbahnhof machen sich Baustellen breit. Weil auch irgendwann der Campus West diesen Platz für sich beanspruchen wird, geht Hermanns davon aus, dass der Westbahnhof „auf die Dauer nicht mehr zu Parkzwecken zur Verfügung stehen wird.

Und so machte sich Hermanns auf die Suche nach einem neuen Standort, der genug Platz für Aussteller und Autos bietet. Beim Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) wurden sie quasi mit offenen Armen empfangen. Auf dem Gelände in der Soers, wo neben dem CHIO noch andere pferdesportliche Events oder auch Karnevalistisches in der Albert-Vahle-Halle stattfinden, sind andere Veranstaltungen durchaus willkommen. „Wir haben hier die Infrastruktur, offene Flächen, Büroräume“, so ALRV-Vorstandsvorsitzender Frank Kemperman, „und die Parkplatzsituation ist besser.“ Nachdem sich Kemperman auf der Euregio-Wirtschaftsschau umgesehen hatte, kam er zu dem Schluss: „Es passt zum ALRV.“

Es wird aber auch passend gemacht für die 28. Auflage der Messe vom 14. bis zum 23. März kommenden Jahres. Dazu werden einige konzeptionelle und inhaltliche Umgestaltungen vorgenommen. „Wir wollen näher an den Besucher herankommen“, sagt Hermanns. Dazu setzt man auf ein individualisiertes Angebot, mehr Regionalität und Qualität. Dies bedeutet vor allem eine gezielte Stärkung der mittelständischen, regionalen Unternehmen.

Dabei setzt man auf eine aufwändige Gestaltung der Themenhallen und eine Vielzahl an verschieden Angeboten. Man wolle jede Halle im einer anderen Duftnote ausstatten erklärt, Ragnar Brockschnieder, Geschäftsleiter der Euregio Messen GmbH. Mit etwa 25.000 Quadratmetern Fläche, von denen die Zelte etwas mehr als die Hälfte einnehmen, bleibt die Schau in der vom Bendplatz gewohnten Größenordnung.

Den Wechsel in die Soers hält Oberbürgermeister Marcel Philipp für eine „logische Entwicklung“. Er ermögliche eine „intelligente Mischnutzung“, auch das Tivoli-Parkhaus werde so genutzt. Allerdings kommt dem städtischen Eurogress – zuständig auch für den Bendplatz – damit ein Kunde abhanden.

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