Euregio Wirtschaftsschau sicher auf CHIO-Terrain unterwegs

Von: Lee Beck
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Die erste Runde auf einem Segway ist immer etwas wacklig: Im Segwayparcours konnten die Besucher der Euregio Wirtschaftsschau unter professioneller Anleitung Erfahrungen sammeln. Fotos(3): Ralf Roeger Foto: Ralf Roeger
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Im Rennsimulator fühlt sich Melanie Karl wie ein Profifahrer. In Deutschland ist das Produkt ganz neu auf dem Markt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Erster Umlauf im neuen Parcours: Wie sicher war die Euregio Wirtschaftsschau denn auf dem CHIO-Terrain unterwegs? Das war die bange Frage der Euregio Messen GmbH, die mit dem Umzug weg vom Bendplatz zu einem Qualitätssprung ansetzen wollte.

Die Macher der 28. Ausgabe hatten einen „Euregionale-Messe-Blockbuster“ geplant – mit einem neuen Konzept und Exklusivbereichen mit gewöhnungsbedürftigen Namen wie „Loft for less“. Besucher, Aussteller und Euregio-Messen-Geschäftsführer Norbert Hermanns zogen am Sonntag beim Zeltgeflüster Bilanz.

Am Sonntagnachmittag hat Norbert Hermanns jedenfalls etwas zu lachen, den Fotografen bittet er, ein weiteres Foto zu machen, auf dem er ein frohes Gesicht zeigt. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt er während sein Blick durch die Halle eins wandert. „Wir haben das Besucherziel erreicht“, berichtet er. Genaue Zahlen kann er zwar noch nicht nennen, aber von rund 20 Prozent mehr Besuchern im Vergleich zum Vorjahr geht er aus. Letztes Jahr wurden rund 150.000 Gäste gezählt.

Es liegt gute Laune und Frittenduft in der Luft, auf den ersten Blick wirkt es in den Gassen allerdings ziemlich leer. Doch der Gang in die Ausstellungshallen offenbart: Hier knubbeln sich die Besucher um die rund 350 Aussteller, die vom Massagesessel über die Alpaka-Tiere Linus und Elisa bis hin zum Segwayparcours eine große Vielfalt bieten.

Anja Jansen und ihr Mann betreiben den Stand mit dem Segwayparcours. Im Minutentakt werden hier die Leute eingeladen, eine Runde im Stehen zu fahren. „Für uns ist es sehr zufriedenstellend“, sagt Jansen. Schon seit mehreren Jahren ist sie mit einem Stand bei der Euregio Wirtschaftsschau vertreten. Sie selbst habe nicht nur einen größeren Andrang wahrgenommen, sondern die Atmosphäre als viel freundlicher empfunden. „Die Messe wirkt insgesamt hochwertiger“, betont Jansen.

In Halle 1 können die Besucher erstmalig einen Rennsimulator testen, der neu auf dem deutschen Markt ist. Ausstellerin Melanie Karl ist ebenfalls zufrieden: „Es gibt nichts Negatives zu berichten. Das Publikum war gut und mit der Messeleitung gab es auch keine Probleme.“

Für jeden etwas dabei

Vor der Halle 1 auf der Albert-Servais-Allee können Kinder erste Erfahrungen beim Baggerfahren machen, und auch im Kinderland in Halle 16 scheinen die Kleinen ganz schönen Spaß zu haben. „Es war eine schöne Messe“, sagt Larissa Behlau vom Deutschen Roten Kreuz. Sie hat die letzten zehn Tage im Kinderland verbracht. „Unter der Woche waren vor allem viele Kindergartengruppen hier“, sagt sie.

In Halle Nummer 11, der Event-Location, ist es tagsüber dunkel. Auf der Bühne zeigt gerade die Gruppe des Tanzstudios von Guido Kreiten eine fetzige „Reise um die Welt“-Performance. Kochshows, Model-Contest, Talent-Wettbewerbe zählen zu den Programmhighlights.

Besucher Daniel Erik findet zwar die Atmosphäre auf dem CHIO-Gelände etwas ungewohnt, die Messe aber gut gelungen. „Ich war noch nie hier auf dem Geände und finde es toll, das auch mal zu sehen“, sagt er. Viele Besucher nutzen den Messebesuch, um auch ein Blick in das große Springstadion werfen zu können. Diana Klinkenberg ist schon zum zweiten Mal auf der Messe. Letzte Woche kam sie mit ihrer 77-jährigen Mutter, heute ist sie mit ihrem Mann und dem fünjährigen Sohn da. „Es ist total schön, wir haben für alle etwas gefunden“, freut sich Klinkenberg. „ Ich finde es besser, dass es weitläufiger und nicht so eng ist“, sagt sie.

Im Exklusivbereich „Loft for less“, wo hochwertige Einrichtungsmöglichkeiten präsentiert werden, gehen die Besucher ebenfalls ein und aus. „Mir gefällt vor allem die tolle Musikanlage. Zwar ist hier alles etwas teurer, aber ästhetisch spricht es jeden an“, findet Denise Aldenheim.

Probieren geht über Studieren

Insgesamt machen die Besucher einen zufriedenen Eindruck, für manche ist das Gelände allerdings zu weitläufig und unübersichtlich. Das hat auch Norbert Hermanns bei seinen Kontrollgängen über das Gelände schon bemerkt. Für ihn geht Probieren über Studieren, schließlich habe man mit dem Umzug einen wichtigen ersten Schritt getan. „80 Prozent des neuen Konzeptes haben sehr gut funktioniert, die restlichen 20 Prozent wollen wir verbessern oder verändern“, sagt er.

Die Messe existiert schon seit über 28 Jahren, das ist fast eine ganze Generation. Da muss das Team sich ranhalten, um den Anschluss nicht zu verpassen. „Wir kombinieren immer Bewährtes und Neues, nehmen manchmal auch die Modeerscheinungen mit“, erklärt Hermanns.

Für den zweiten Umlauf auf dem CHIO-Gelände hat sich die Euregio Wirtschaftsschau jedenfalls qualifiziert. Aber zu welchem Sprung die Veranstalter im nächsten Jahr ansetzen, ist noch offen.

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