Es steht fest, dass nichts feststeht

Von: Birgit Küchen
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„Start up” im Ludwig-Forum:
„Start up” im Ludwig-Forum: Hier wird ein international besetztes Künstlerkollektiv eine Ausstellung organisieren, bei der vorher niemand weiß, was ihn am Ende erwartet. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Magicgruppe Kulturobjekt” - unter diesem Titel arbeitet seit dieser Woche eine internationale Künstlergruppe an einer ungewöhnlichen Ausstellung. Ungewöhnlich deswegen, weil bislang noch niemand weiß, was ihn - als Künstler und als Kunstkonsument - am Ende des Schaffensprozesses erwartet.

Es steht allerdings jetzt schon fest, dass es sich hierbei um ein Werk handeln wird, das keiner gewohnten Kategorie zuzuordnen ist.

14 Mitglieder des international besetzten Künstlerkollektivs aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden - Michiel Alberts, Lara Dhondt, Michael Dobrindt, Markus Hahn, Stef Heidhues, Marcel Hiller, Suchan Kinoshita, Tamara Lorenz, Thomas Musehold, Martin Schepers, Sebastian Walther, Hans Wuyts, Markus Zimmermann und Anna Zwingl - werden in den kommenden Wochen miteinander in einen kreativen Dialog treten. Zeitgleich an zwei Orten, dem Ludwig-Forum Aachen und der Kunsthalle Extra City in Antwerpen, setzen die Künstler „Material aus unterschiedlichen Form- und Funktionszusammenhängen” ein, um sie in einem Raum in Szene zu setzen.

Offene Arbeitsgepräche

Als Material kann dabei fast alles dienen: Stoffe, Objekte, Pflanzen oder Medien. Nachdem ein Künstler begonnen hat, nimmt ein nächster das Werk auf und reagiert kreativ auf die Vorgabe. An drei Terminen finden offene Arbeitsgespräche statt, zu denen nicht nur die Mitwirkenden, sondern auch jeder am Entstehungsprozess Interessierte eingeladen ist, teilzunehmen.

„Hier werden die Künstler ihre persönlichen Interessen und Inspirationen zu vergangenen Arbeiten vorstellen. Sie geben einen Einblick in Bildwelten und Vorgehensweisen”, erzählt Kuratorin Anna Sophia Schultz. In einer kleinen Runde gab es bereits am Sonntag ein erstes „Start up” in der noch leeren, weißen Zentralhalle des Ludwig-Forums. An diesem Nachmittag rezitierten Tamara Lorenz aus Dieter Roths „Inseraten” und Suchan Kinoshita aus Wim Cuyvers „Text on Text”. Michael Dobrindt erzählte „Die nahe Umgebung: Beschreibung der Wohnung” und Sebastian Walther führte den Film „Alien” vor.

Am 23. und 24. Februar können sich Besucher einen ersten Eindruck der kommenden Ausstellung im Ludwig-Forum verschaffen und den Gesprächen folgen. Der Eintritt hierzu ist frei.

Die Aktion findet im Rahmen des Kooperationsprojekts „Europäische Partnerschaften” der Kunststiftung NRW und dem Goethe-Institut statt. Vom 3. März bis 29. April 2012 sind die Werke im Aachener Ludwig-Forum und vom 4. März bis 1. April 2012 in der Kunsthalle Extra City Antwerpen zu besichtigen.
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