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„Es ist gut, wenn über die Lage in Afghanistan diskutiert wird”

Von: Georg Dünnwald
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Oberst Karl Walter Ohm hielt vor rund 700 geladenen Gäste eine beachtenswerte, humorvolle Rede. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Den Neujahrsempfang in der Gallwitz-Kaserne nutzte der Kommandeur der Heereslogistiktruppen, Karl Walter Ohm, um seiner neuen Heimatstadt Aachen eine Liebeserklärung zu machen: „Aachen ist die schönste Stadt des Rheinlandes.”

In einer für Militärs ungewohnt humorvollen Rede, in der sich der General der Logistiktruppen, der (noch) im Range eines Oberst ist, schlug er dennoch auch ernste Töne an. Ausführlich outete sich Ohm als Rheinländer, „et es noch immer jot jejange”, so lobte er die rheinische Mentalität, die sogar Enttäuschungen und Rückschlägen Positives abgewinnen kann, sprach sogar über Fußball und kam zur Erkenntnis, dass Deutschland in Südafrika Weltmeister werden muss, denn zwischen dem ersten Titel, 1954, und dem zweiten, 1974, hätten 20 Jahre gelegen, „1990, das Jahr der deutschen Einheit, liegt ebenfalls 20 Jahre zurück. Wir sind dran!”

Offen setzte sich der Kommandeur mit dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan auseinander: „Wir brauchen eine breite öffentliche Diskussion über die Bundeswehr und insbesondere die Einsätze der Bundeswehr”, sagte er zu den 700 geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft. Seiner Meinung nach habe die Bundeswehr in Afghanistan viel Positives geleistet.

Wichtig sei die Unterstützung des Außenministeriums, des Entwicklungsministeriums und auch des Innenministeriums wegen der Polizeiausbildung im Land am Hindukusch. „Es ist gut, wenn über die Lage in Afghanistan diskutiert wird.”

Es sei die Wahrheit, wenn Verteidigungsminister zu Guttenberg von kriegsähnlichen Zuständen spreche. Allerdings, jetzt schon über Abzugspläne zu reden, sei verfrüht. „Wir müssen die Operation zum Erfolg führen, danach kommt der Abzug.”

Karl Walter Ohm bedankte sich bei den Menschen aus Aachen, Stolberg und Eschweiler, wo seine Kasernen stehen. „Meine Frau Ingrid und ich sind mit offenen Armen aufgenommen worden.”

Er erzählte von seinen positiven Erlebnissen bei der Oecher Penn, bei der Prinzengarde, beim Bussinessclub Aachen-Maastricht, bei der Handwerkskammer und der IHK, bei der RWTH und der Fachhochschule und auch der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Aachen.
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