Es bleibt dabei: Postfiliale schließt

Von: Peter Langohr
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Brand. Aus und vorbei - die Postfiliale in der Marktstraße in Brand wird zum 28. Mai geschlossen, unwiderruflich. Ab dann müssen die Brander ihre postalischen Angelegenheiten in einer so genannten „Partnerfiliale”, einem Schreibwarengeschäft an der Trierer Straße, erledigen.

Immerhin: Berthold Hoppe, der regionale Politikbeauftragte der Deutschen Post AG, war in die Brander Bezirksvertretung gekommen, um Rede und Antwort zu stehen, nachdem das Vorgehen der Post in Brand für großen Unmut gesorgt hatte. Hoppe ließ verlauten, dass es sich um eine rein unternehmerische Entscheidung der Deutschen Post AG handele. Mit seinem Besuch wolle sich die Post mit der lokalen Politik nur ins Benehmen setzen. Um ein Einvernehmen um jeden Preis ginge es nicht.

Insofern war Hoppe lediglich bereit, kleinere taktische Fehler bei der Abstimmung zuzugeben. Im gleichen Atemzug jedoch verteidigte die Vorgehensweise seines Unternehmens: Zwar ginge es auch um Kostensenkungen, aber insgesamt stehe doch das Kundeninteresse im Vordergrund. Das zeige sich schon daran, dass die erwähnte „Partnerfiliale” in der Woche zwölf Stunden länger geöffnet sei. Abstriche bei den Angeboten werden die Brander wohl nicht hinnehmen müssen.

Hoppe sicherte zu, dass die Partnerfiliale an der Trierer Straße alle Dienstleistungen anbieten werde, die es auch in der Vergangenheit gegeben hat. So könnten auch weiterhin unzustellbare Pakete abgeholt werden. Ein kleines Zugeständnis der Post AG brachte er auch noch mit: Der Briefkasten und der Briefmarkenautomat bleiben an ihrem Standort in der Marktstraße erhalten.

In sehr sachlichen Beiträgen stellten die Bürgerinnen und Bürger ihre Position dar und monierten insbesondere, dass die Post nicht vorab versucht habe, zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Sehr viel schärfer fielen die Kommentare der Bezirkspolitiker aus: Das Verhalten der Post sei das „einer deutschen Heuschrecke” und stelle „einen Affront und eine Unverschämtheit” dar, so Ekkehard Liebenhoff von der CDU.

Er zeichnete ein düsteres Zukunftsbild der Verkehrssituation an der Trierer Straße, wenn zu den Hauptverkehrszeiten viele Kunden gleichzeitig die Partnerfiliale aufsuchen. Lorenz Hellmann (SPD) bescheinigte dem Unternehmen „arrogantes Verhalten.” Die Post habe sich keine große Gedanken um Brand gemacht und nun müsse „der kleine Mann in die Röhre schauen”.

Für die FDP sagt Peter Blum, dass der Service der Post immer mehr nachlasse und die Bürger für dumm verkauft würden. Das Schlusswort sprach Bezirksvorsteher Herbert Henn: „Wir sind der Entscheidung ausgeliefert.”
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