Erzieherinnen fordern bessere Bezahlung

Von: Martina Stöhr
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Unter den Kita-Beschäftigten wächst der Unmut: Gestern protestierten rund 100 Erzieherinnen und Sozialpädagogen in der Innenstadt gegen schlechte Bezahlung bei immer größeren Anforderungen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Etwa 100 Erzieherinnen und Eltern sind am Dienstag Nachmittag vom Geldbrunnen am Elisengarten zum Markt gezogen. Mit dabei hatten sie einen Bollerwagen voller alter Portemonnaies und Fahnen, um auf die „unbefriedigende Situation” der Erzieherinnen und Sozialpädagogen hinzuweisen.

Während die Anforderungen an sie immer weiter anstiegen, herrsche in ihrem Geldbeutel eher Flaute, klagen sie. Deshalb soll eine Delegation die bei der Kundgebung gesammelten Portemonnaies später beim Kommunalen Arbeitgeberverband in Köln abladen.

Erzieherinnen und Sozialpädagogen fordern eine Verbesserung der Entgeltordnung - also eine bessere Bezahlung - und einen verbesserten Schutz ihrer Gesundheit. Bisher stießen sie mit ihren Forderungen bei den Arbeitgebern allerdings auf taube Ohren. Ob die dritte Runde der derzeit laufenden Tarifverhandlungen zu einem befriedigenden Ergebnis führe, sei noch nicht abzusehen, meint Corinna Groß, Bezirksgeschäftsführerin der Gewerkschaft Verdi in Aachen.

Sie und ihre Mitstreiter gingen jetzt auf die Straße, um die Arbeit der Erzieherinnen ein Stück mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. „Viele haben ja eine ganz falsche Vorstellung von dem, was wir in den Kitas machen”, meint Achim Hillmann, Vorsitzender der Fachkommission Kitas bei Verdi und gleichzeitig selbst Leiter einer Kita. Kaffee trinken und ein bisschen mit den Kindern spielen - diese Vorstellung habe mit der Realität gar nichts zu tun, sagt er.
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