Radarfallen Blitzen Freisteller

Erweiterung des Eurogress führt Wunschliste an

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
Freuen sich über die positive
Freuen sich über die positive Entwicklung des Eurogress: Betriebsausschussvorsitzender Klaus-Dieter Jacoby, Geschäftsführerin Kristina Wulf und Co-Dezernent Manfred Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Der Blick auf die jüngsten Zahlen stimmt Eurogress-Geschäftsführerin Kristina Wulf zufrieden. „Die Auslastung ist sehr, sehr gut”, sagt sie. 2011 sei für ihr Haus ein „sehr erfreuliches Jahr” gewesen, in dem die Zahl der Veranstaltungen nochmals gesteigert werden konnte.

Doch der Erfolg hat auch seine Kehrseite: Die Kapazitäten sind so gut wie ausgereizt. Die Eurogress-Chefin wünscht sich nicht erst seit jetzt dringend mehr Platz.

„Wir wollen uns weiterentwickeln, um die Potenziale auszuschöpfen, die dem Kongressstandort Aachen bescheinigt werden”, sagt Wulf. Denn dass offenbar noch einiges zu holen ist, hat den Aachenern bereits eine Studie aus dem Jahr 2010 bescheinigt.

Demnach könnte alleine die Zahl der Teilnehmer an den Wirtschafts- und Wissenschaftstagungen in Aachen von derzeit 340.000 auf mehr als 510.000 gesteigert werden.

Dafür aber sei ein zusätzlicher Saal für mindestens 1000 Teilnehmer nötig, sagt Manfred Sicking, als Co-Dezernent zuständig für die Wirtschaftsförderung in der Stadt. „Eine Erweiterung in der Nähe wäre uns lieb”, sagt er und verweist etwa auf das Knappschaftshaus an der Monheimsallee, dessen Verkauf seit geraumer Zeit zur Debatte steht.

Denkbar sei auch eine Überbebauung der dortigen Tiefgarage. Und nicht zuletzt werde auch über den Bau einer Multifunktionshalle am Campus-West nachgedacht.

„Investition in die Zukunft”

Das Thema sei jedenfalls in Verwaltung und Politik angekommen, denn der Ausbau des Kongessstandorts „wäre eine wichtige Investition in die Zukunft”. Schließlich lasse jeder Kongressbesucher pro Tag im Schnitt zwischen 200 und 250 Euro in Aachen.

Vorerst muss Wulf jedoch auf „Verdichtung” setzen. Heißt: Nach Möglichkeit werden die Eurogress-Säle parallel vergeben und genutzt. So konnten alleine im vergangenen Jahr 262 Veranstaltungen an 204 Veranstaltungstagen angeboten werden - zehn mehr als im Vorjahr.

Obwohl das Jahr 365 Tage hat, sieht Wulf nicht mehr viel Luft nach oben. Denn bestimmte Zeiten wie Weihnachten Ostern oder die Sommerferien seien für Veranstalter schlicht nicht interessant. „Im August haben wir zum Beispiel gar keine Veranstaltung.”

Eine weitere Ertragssteigerung hält sie somit für „kaum möglich”. Allerdings könne sich das letztjährige Ergebnis durchaus sehen lassen.

Die für 2011 veranschlagten Kosten von 1,9 Millionen Euro konnten um gut eine halbe Million Euro unterschritten werden - es ist das beste Ergebnis der zurückliegenden fünf Jahre. „Eine Superleistung”, die Wulf ihrem Team bescheinigt.

Wichtigster Partner des Euro­gress ist die RWTH, die dem Veranstaltungsort regelmäßige und stark besuchte Tagungen sichert - darunter als eine der zugkräftigsten Veranstaltungen überhaupt das Kolloquium für Fahrzeug- und Motorentechnik mit 1800 Teilnehmern.

Weiter im Kommen sind aber auch Bälle und kulturelle Veranstaltungen - Klassikkonzerte, Ballett, Theater, Kabarett -, die im vergangenen Jahr fast ein Drittel des Gesamtangebots ausmachten.

Die Investitionen der vergangenen Jahre zahlen sich aus, ist Wulf überzeugt, die für 2012 weitere Bautätigkeit ankündigt: Die Konferenzräume sollen mit neuester Technik ausgestattet werden und nach dem Umbau heller und flexibler nutzbar sein. Knapp vier Millionen Euro sollen dafür in den kommenden zwei Jahren ausgegeben werden.

Neuer Internet-Auftritt

Und schließlich will das Euro­gress auch im Internet auf der Höhe der Zeit bleiben. Der Relaunch kann ab 2. April begutachtet werden. Eine englische Version spricht dann auch die internationale Kundschaft an.

Blieb Klaus-Dieter Jacoby, Vorsitzender des Eurogress-Betriebsausschusses, nur noch Dank zu sagen. Das Eurogress bleibe ein Erfolgsmodell: „Die Zahlen sprechen für sich.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert