Aachen - Erstmals gibt es fürs Ehrenamt Urkunden

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Erstmals gibt es fürs Ehrenamt Urkunden

Von: dd
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Erstmals überreichte der Ober
Erstmals überreichte der Oberbürgermeister an „über das Maß hinaus engagierte Bürger” den Ehrenamtspreis der Stadt Aachen. Die Freude war riesig. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Einmal im Jahr lädt der Oberbürgermeister Vertreter der Aachener Vereine zum Neujahrsempfang in den Krönungssaal des Ratshauses. Und immer folgen rund 700 Aktive aus Vereinen und Verbänden der Einladung.

Etwa 860 Vereine gibt es in Aachen. Die Einladung freut die Menschen, die sich ehrenamtlich einsetzen, und die auf ihr Engagement berechtigt stolz sind. „Denn ohne den ehrenamtlichen Einsatz wäre Aachen ein Stück ärmer”, weiß Oberbürgermeister Marcel Philipp. „Das ist bei den vielen Neujahrsempfängen der wichtigste in Aachen”, sagt denn auch das Stadtoberhaupt zu seinen Gästen. Er meint das ehrlich, seinem Publikum schmeichelt es.

Der OB spricht von den Erfolgen des vergangenen Jahres, das für die Wirtschaft, den Handel, die RWTH und das Handwerk ausgesprochen gut gewesen sei. „Es sind sogar Produktionsstätten aufgestockt worden”, zeigt sich Philipp richtig stolz. Der Chocolatier Lindt habe seine Produktion in Aachen sogar verdoppelt. „Das heißt schon was in der globalisierten Welt”, meint der Politiker.

Die wissenschaftliche Arbeit habe in Aachen einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht, im städtischen Haushalt klaffte am Jahresende ein wesentlich kleineres Loch als zunächst angenommen. Und auch mit Blick auf das noch sehr junge Jahr 2012 zeigt sich der Mann an der Spitze von Politik und der Verwaltung sehr optimistisch. Aber kein Licht ohne Schatten: Der Baubeginn der Kaiserplatzgalerie ist im letzten September wieder verschoben worden. „Das geht nicht, wir bleiben am Ball, wir sind im Gespräch und wir machen Druck mit baurechtlichen Schritten”, verspricht er.

Auch das leidige Thema Städteregion spricht Philipp an: „Wir sind führend in Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft in der Region. Wir stellen uns aber gerne in den Dienst dieser Region. Aber wir bleiben kreisfrei und entscheiden deshalb selbst, welche Aufgabe wir der Städteregion übergeben.” Die Region brauche eine neue Positionierung der Marke „Aachen”. „Die hat nämlich unter den Querelen gelitten.”

Auch der Alemannia will der OB helfen. Allerdings nur in dem Rahmen, in dem der Verein Verpflichtungen dauerhaft selbst übernehmen könne. „Unsere Hilfe muss billiger sein als eine Insolvenz.” Denn: „Die Alemannia ist nicht der einzige Verein in Aachen.”

„Soziale Stadt”

Philipp preist das ehrenamtliche Engagement. „Wir sind eine tolerante, offene Stadt, die vor allem als soziale Stadt funktioniert”, und dies liege nicht zuletzt an den Menschen, die sich ohne Bezahlung mit guter und wertvoller Arbeit einsetzten.

Manfred Reinders, Vorsitzender des städtischen Beirats für Vereine, fasst im Krönungssaal noch einmal die Wichtigkeit des Ehrenamts in Worte: „Sie sind Leuchttürme in der Stadt.” Immerhin, mehr als 4000 Ehrensamtspässe habe die Stadt bisher ausgehändigt, und es würden immer mehr.

Selbstverständlich gibt es beim Neujahrsempfang durch den OB mehr als nur trockene Reden. Erstmals wird der Ehrenamtspreis durch das Stadtoberhaupt vergeben. Als Einzelperson zeichnet Philipp Manfred Dressen aus. Dressen engagiert sich seit fast 30 Jahren im Montessori-Kinderhaus Farwickpark. Als Gruppe dürfen die Team-Mitglieder des Elterntelefons des Kinderschutzbundes den Preis entgegennehmen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgt hervorragend Capella a Capella. Und auch der Service mit Getränken und Schnittchen von „Kosstbar” ist herausragend.
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