Erstes Türchen in Eilendorf geöffnet

Von: Nina Krüsmann
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Das Eilendorfer Bündnis für Integration hat zusammen mit vielen Flüchtlingen am Montag das erste Türchen des traditionellen Adventskalenders geöffnet. Peter Quadflieg (l.) stimmte zudem zusammen mit den Gästen ein paar Adventslieder an. Foto: Andreas Herrmann

Eilendorf. Ein funkelnder Stern leuchtet an diesem Abend im Advent an der Ecke Hansmannstraße /Karlstraße. Das Eilendorfer Bündnis für Integration hat hier am 1. Dezember das erste Adventsfenster geöffnet und damit ein Zeichen für die Verbundenheit mit den Flüchtlingen im Stadtteil gesetzt.

Conni Bertram, Anne Huppertz und Renate Wolter haben schon Stunden vor der Eröffnungsfeier alles vorbereitet, festlich dekoriert und eine leckere Suppe gekocht. Peter Quadflieg hat die passenden Adventslieder ausgewählt und Textzettel mitgebracht, damit auch wirklich jeder einstimmen kann.

Die Bündnismitglieder um Initiatorin Beate Jahn freuen sich, dass viele Nachbarn und andere Bürger der Einladung gefolgt sind und Anteil an der wichtigen Arbeit für die Flüchtlingsfamilien nehmen. „Solch ein Abend hilft, die Idee unserer Hilfe in den Köpfen zu verankern“, meint Conni Bertram.

Neue Heimat

Insgesamt 87 Flüchtlinge aus Äthiopien, Afghanistan, Albanien, Armenien, China, Eritrea, Ghana, Mazedonien, Nigeria, Pakistan und Syrien haben derzeit in Eilendorf eine neue Heimat gefunden. „Damit sind die vorhandenen räumlichen Möglichkeiten ausgeschöpft“, erklärt Sozialarbeiterin Eva Picchuch. Sie ist im Büro an der Ecke Hansmannstraße/Karl­straße Ansprechpartnerin und bietet Flüchtlingen eine Anlaufstelle. Kleider und Spielzeug werden hier gesammelt, um die Familien mit dem Nötigsten zu versorgen.

„Aktuell suchen wir Kinderwagen für Flüchtlingsfamilien mit kleinen Kindern“, sagt Bündnissprecher Matthias Lürkens. Und die Anteilnahme der Bevölkerung am Schicksal der Familien ist groß: Jeden Tag bringt Lürkens momentan mindestens einen neuen Kinderwagen mit. „Wie in den vergangenen Monaten, stehen die Eilendorfer auch jetzt im Advent hinter uns, unterstützen unsere Bemühungen im Bündnis“, so Lürkens. Neben Kinderwagen suchen die Bündnismitglieder auch geeignete kleine Wohnungen für zwei bis drei Flüchtlinge. Das Bündnis wurde im März 2013 gegründet, die beiden Pfarrer Gregor Huben und Hans Christian Johnsen sind ebenfalls von Anfang an dabei.

Weihnachtsthema passt

„Das Weihnachtsthema, speziell die Idee der Krippe, passt zur Suche nach einer Herberge, welche die Flüchtlinge zu uns geführt hat“, sieht Lürkens den Bezug zur Kirche. Pfarrer Hans Christian Johnsen hat dann das Tuch entfernt, hinter dem das Türchen zum ersten Tag des traditionellen Eilendorfer Adventskalenders verborgen war. Reihum öffnet sich an jedem Abend im letzten Monat des Jahres um Punkt 18 Uhr ein Fenster an 24 verschiedenen Adressen in Eilendorf.

Sozialarbeiterin Eva Picchuch ist seit 27 Jahren an verschiedenen Standorten im Dienst und betont: „Der Zusammenhalt in Eilendorf ist einmalig und vorbildlich.“

Ein Teelicht, ein Engel und Blumenschmuck zieren die Holzkiste, die bereits im vergangenen Jahr als Adventsfenster im heutigen Flüchtlingsheim an der Hansmannstraße 30-32 gestanden hat. Trommelmusik von Anne Manubi sorgte für Unterhaltung und fröhliche Stimmung bei den Gästen.

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