Erster Weltkrieg: 100 Jahre nach Beginn der Katastrophe

Von: Rebecca Kiljan
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Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg: OB Marcel Philipp (2.v.l.) und Vertreter der Kooperationspartner stellten das umfangreiche Programm zum Erinnerungsjahr vor. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Mehr als 17 Millionen Tote und 70 Millionen Soldaten im Kampfeinsatz: 1914 befanden sich drei Viertel der Weltbevölkerung im Kriegszustand. Heute, 100 Jahre später, soll an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs erinnert werden. Dafür haben sich das Geschichtsnetzwerk Euregio Maas-Rhein und die Stadt Aachen zusammengeschlossen und ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt.

Insgesamt werden 53 Veranstaltungen organisiert, die über das Jahr hinweg verteilt sind. Weitere Kooperationspartner sind die Volkshochschule Aachen, das Internationale Zeitungsmuseum sowie das Deutsch-Französische Kulturinstitut, das Theater Aachen und die RWTH. 

„Die belgischen Kollegen haben bereits 2012 mit der Planung von Veranstaltungen begonnen. Da Aachen in diesem Jahr auch andere Jubiläen feiert, haben wir unsere Kooperation mit der Stadt angeboten“, erläutert Gerhard Curdes vom Geschichtsnetzwerk Euregio Maas-Rhein. Er spielt dabei nicht nur auf das Karlsjahr, sondern auch auf die Befreiung Aachens von der Nazidiktatur an, die sich im kommenden Oktober zum 70. Mal jährt.

Oberbürgermeister Marcel Philipp begrüßte die Idee des Geschichtsnetzwerks. „Aachen ist eine Friedensstadt, und das wollen wir mit unserer Beteiligung transportieren. Mit unseren Veranstaltungen wollen wir zeigen, was für eine Urkatastrophe der Erste Weltkrieg war und welche Basis er für zukünftiges Handeln wurde.“

Damit das den beteiligten Institutionen gelingt, bereiten sie zahlreiche Ausstellungen, Seminare, Tagungen, Vorträge, Diskussionen, Lesungen, Exkursionen, Filmveranstaltungen, eine Sonderveranstaltung zum Zweiten Weltkrieg und eine Themenwoche im Theater vor. Die Themenwoche findet vom 19. bis 26. Oktober statt.

Zusätzlich soll am Sonntag, 26. Oktober, mit einem großen Festakt im Krönungssaal des Rathauses an den Beginn des Krieges erinnert und ein Zeichen der Versöhnung mit Belgien gesetzt werden.

Damit möglichst viele Menschen von den Veranstaltungen erfahren, werden nicht nur Plakate geklebt und Programmhefte ausgelegt. Auch eine eigene Internetseite unter www.aachen.de/gedenkjahr1914 wurde eingerichtet. Außerdem gehen Programmhefte an Schulen der Region.

Momentan tüfteln die Kooperationspartner noch an einem eigenen Logo beziehungsweise einem Code, der mit Smartphones ausgelesen werden kann, wie Curdes erklärt. „So sollen auch die jüngeren Generationen die Veranstaltungen im Internet finden. Gerade diese Generationen sollten den Urgrund unserer europäischen Prozesse verstehen und dazu sind die zahlreichen Programmpunkte hilfreich.“

Um die Kosten für Interessierte so gering wie möglich zu halten, wird das umfangreiche Programm durch Sponsoren wie Sparkasse Aachen, Mayersche Buchhandlung, Aseag, Stawag und die Stiftung Kathy Beys unterstützt.

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