Aachen - Erste Etappe für die Frankenburg

Erste Etappe für die Frankenburg

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
Probesitzen am Frankenberger P
Probesitzen am Frankenberger Park: Baudezernentin Gisela Nacken (vorne, 3.v.l.) traf sich mit den Frankenb(u)ergern. Das neue Park-Outfit ist der erste Abschnit, es geht weiter mit dem Foto: Ralf Roeger

Aachen. Stolz sind die Frankenb(u)erger, so heißt der Nachbarschaftsverein mit seinen Mitgliedern rund um die Burg Frankenberg, auf die Fertigstellung der ersten Phase ihres großen Vorhabens. „Das Vorhaben” bedeutet ganz einfach, eine tolle Sache aus der Burg mit dem darum liegenden Park zu machen.

Die Pläne, erklärte der Vorsitzende Ingo Klusemann, begannen mit einer Zukunftswerkstatt zum Thema im Jahr 2005 und wurden in enger Zusammenarbeit mit der Stadt entwickelt.

Jetzt ist der alte, staubige Bolzplatz völlig mit einem modernen Belag und Schutzzäunen erneuert - er wurde nur eine Stunde vor der Begehung fertig - und die seit Jahren immer dichter werden Büsche in den Außenbeeten des Parks sind erbarmungslos ausgerupft worden. Dann wurden Holzsitze auf dem Brunnen und anderen Sitzgelegenheiten angebracht Am kleinen Kinderspielplatz, der etwa gerne von der Kita in der Bismarckstraße genutzt wird, wurde der Hügel abgetragen, damit die prächtige einstige Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert wieder gut zu sehen ist.

Vor ihren Zinnen breitete sich bis vor kurzem eine öde Betonwanne aus, die eigentlich mit Wasser des Gillesbaches gefüllt sein sollte. Die technische Anlage funktionierte aber nie richtig, so dass die Lösung, hier wieder traditionellen Parkrasen anzupflanzen, als durchaus gelungen bezeichnet werden darf. Das freute denn ebenso die städtische Baudezernentin Gisela Nacken wie die vor Ort verantwortliche Planerin Karen Roß-Kark, die sich mit den Frankenb(u)ergern das bis jetzt Geschaffte anschauten.

Roß-Kark stellte fest, dass insbesondere der hintere Ausgang zum Moltkebahnhof mit der Zuwegung zur Montessori-Gesamtschule gewonnen habe. „Das ist hier schließlich auch ein Schulweg”, meinet sie, da täten Licht und Luft sichtlich gut, das Projekt kam samt Sportplatz mit 210 000 Euro aus. Im Herbst wolle man eine Pflanzaktion anstoßen, damit im Frühjahr „mehr Blumen” zu sehen sind.

Überhaupt hat der Bürgerverein viel vor, das hier ist erst der Anfang. Die Mittel zum Umbau der Burg zu einem Bürgerzentrum mit Gastronomie, Seminarräumen und einer Bühne sind bewilligt. Rund um das bereits traditionelle Sommer-Engagement des „Das Da”-Theaters sollen Kultur- und Musikveranstaltungen stattfinden, es soll „ein Ausstellungs- und Kleinkunsthaus” werden, geplant ist eine zentrale Begegnungsstätte für die Bürger des Viertels.

Über die Zugänglichkeit auch für Menschen mit Behinderung wird beispielsweise der Planungsausschuss am morgigen Donnerstag eine Entscheidung treffen, zur Debatte steht ein gläserner Außenaufzug oder eine bescheidenere Lösung mit Rampen und Hebebühnen. Die Burg soll im Sommer 2013 fertig werden. Auch die Bismarckstraße wird ab 2012 umgebaut, der Straßenraum an der Parkfront soll neu gestaltet werden.
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