Aachen - Erst Hilfe am Teddybären

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Erst Hilfe am Teddybären

Von: Martina Stöhr
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Kuscheltier auf dem OP-Tisch:
Kuscheltier auf dem OP-Tisch: Die Aktion im Uniklinikum feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Jedes Kind kann genau verfolgen, wie sein Schützling behandelt wird. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Der kleine, blaue Elefant ist über eine Kuh gestolpert und hat sich dabei verletzt. Die junge Kuscheltier-Ärztin schickt ihn zum Röntgen und stellt fest: Der kleine Elefant hat sich das Bein gebrochen.

Das versorgt sie nun und legt einen strammen Verband an. Der dreijährige Daan schaut ihr dabei aufmerksam über die Schulter.

In einem Aufnahmebogen wird akribisch festgehalten, welche Stationen der Kuscheltier-Ambulanz der kleine Daan und sein Elefant durchlaufen haben. In der Apotheke gibts schließlich noch Medizin in Form süßer Bonbons und Bandagen zum Wechseln.

Überall in der Kuscheltier-Ambulanz kümmern sich derweil Medizinstudenten um die kleinen Patienten, darunter Teddybären, Tiger, ein rosa Einhorn und ein Pferd. Die Kuscheltier-Doktoren haben alle Hände voll zu tun. Da wird geröntgt, Blut abgenommen und sogar operiert. Und auch die Zähne werden bei Bedarf versorgt.

„Wir wollen den Kindern so die Angst vor dem Arztbesuch nehmen”, erklärt Celina Drewell, Medizinstudentin im vierten Semester und Mitglied des Organisationsteams der Kuscheltier-Ambulanz am Uniklinikum, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert.

Mit der Resonanz ist sie zufrieden. Zwar mussten die Eltern diesmal selbst dafür sorgen, dass die kleinen Patienten mit ihren Begleitern ins Krankenhaus kamen, doch das habe dem Besucherstrom keinen Abbruch getan. Er habe sich nur gleichförmiger über den Tag verteilt als in anderen Jahren.

Während die kleinen Besucher dabei zusahen, wie ihre Lieblinge versorgt wurden, warteten die Eltern im benachbarten Aufenthaltsraum. Die Kinder ließen sich genau erklären, welche Behandlung die richtige ist. „Ein Bein ist wie ein Stift. Wenn du ihn zu sehr biegst, dann bricht er”, erklärt die Teddybär-Doktorin dem kleinen Daan. Und da dieser der Meinung ist, dass seinem blauen Elefanten auch noch ein zweites Bein weh tut, wird auch das noch bandagiert.

So versorgt, nimmt Daan seinen Elefanten wieder in die Arme. Und verspricht, ihn auch zu Hause weiterzupflegen.
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